Anschlag in Ankara PKK-Splittergruppe TAK bekennt sich zu Anschlag in Ankara

Die Extremistengruppe TAK hat sich zu dem Anschlag auf einen Militärkonvoi in Ankara mit 28 Toten bekannt.

(Foto: Defne Karadeniz)
  • Eine militante kurdische Splittergruppe hat die Verantwortung für den Anschlag auf einen Militärkonvoi in Ankara mit 28 Toten übernommen.
  • Auf der Webseite der "Freiheitsfalken Kurdistans" heißt es, das Attentat sei eine Racheaktion für getötete Kurden gewesen.
  • Der von den Militanten genannte Attentäter ist nicht identisch mit der Person, die von der türkischen Regierung identifiziert wurde.

Eine kurdische Extremistengruppe hat sich zu dem Autobombenanschlag in Ankara bekannt. Die aus der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK hervorgegangene Splittergruppe "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK) übernahm in einer Erklärung auf ihrer Homepage die Verantwortung für die Attacke auf einen Militärkonvoi vom Mittwoch mit 28 Toten.

Darin heißt es, man habe "Hunderte Mitglieder der 'faschistischen türkischen Armee' getötet". Der Anschlag sei ein Racheakt für in der südostanatolischen Stadt Cizre getötete Kurden. Türkische Sicherheitskräfte hatten sich dort monatelang mit militanten PKK-Anhängern Häuserkämpfe geliefert, wobei auch Zivilisten ums Leben kamen. Den Angaben zufolge wurde das Attentat in Ankara von einem TAK-Mitglied in einem mit Sprengstoff beladenen Auto verübt. Es handelt sich dabei nicht um dieselbe Person, die von der türkischen Regierung bislang als Attentäter präsentiert wurde.

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Die türkische Regierung hatte der syrischen Kurdenmiliz YPG vorgeworfen, den Anschlag in Zusammenarbeit mit der PKK geplant zu haben. Nach Angaben von Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu zündete ein syrisches YPG-Mitglied die Bombe. Die YPG und andere syrische Kurdenorganisationen wiesen die Vorwürfe zurück.