Der Attentäter, der Anfang März in Afghanistan bei einem Selbstmordattentat mehrere Menschen tötete, stammt offenbar aus Bayern. Er soll laut Medienberichten Kontakt zur Terrorzelle im Sauerland gehabt haben.

Ein türkischstämmiger Islamist aus Bayern hat laut Medienberichten den Selbstmordanschlag auf einen US-Stützpunkt in Ost-Afghanistan Anfang März verübt. Die Berichte stützen sich auf Informationen aus deutschen Sicherheitskreisen.

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Der Deutsch-Türke Cüneyt C. aus Bayern soll in Afghanistan mehrere Menschen getötet haben. (© Foto: AFP)

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Die Bundesanwaltschaft hat dazu "noch keine gesicherten Erkenntnisse" , sagte ein Sprecher am Samstag der Deutschen Presseagentur dpa. Die Angaben würden überprüft.

Bei dem Anschlag waren am 3. März in der afghanischen Provinz Chost nach damaligen Angaben der US-Streitkräfte unter anderem zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet worden, vier weitere wurden verletzt.

Nach Angaben des Polizeichefs der Provinz wurden zudem zwei afghanische Arbeiter getötet und zwei Polizisten verletzt. Der 26-Jährige Deutsch-Türke aus dem bayerischen Ansbach soll enge Kontakte zu der im Herbst im Sauerland ausgehobenen Terrorzelle der Islamischen Dschihad Union haben.

Laut Medienangaben bekannte sich die Dschihad Union im Internet mit Fotos des in Freising geborenen Mannes zu dem Anschlag.

Bei dem Attentäter soll es sich um Cüneyt C. handeln, der bis April 2007 mit Frau und zwei Kindern in der Nähe von Ansbach lebte. Er habe auch Verbindungen zu der Ulmer Islamisten-Szene gehabt.

Der Selbstmordattentäter habe seine Stelle gekündigt und sich aus Deutschland abgesetzt, nachdem er ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten sei.

Unter dem Namen Sa'ad Abu Furqan sei er auf einem Propagandafoto der Islamistischen Dschihad Union im Internet wieder aufgetaucht.

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(sueddeutsche.de/dpa/AP/gdo/maru)