Zum ersten Mal mordet die baskische Eta auf der Ferieninsel Mallorca. Sie will damit nicht nur den Staat herausfordern, sondern auch alle Urlauber abschrecken.
Es war Donnerstag 15.40 Uhr, als der letzte Touristenflieger auf dem Flughafen Son Sant Joan abhob, ein Billigflieger aus Irland bohrte sich in den strahlend blauen Himmel Mallorcas und trat die Reise nach London an. Danach war der Airport dicht, wurden auch sämtliche Häfen der Insel gesperrt. "Operación Jaula" nannten es die Behörden, "Operation Käfig": Kein Schlupfloch sollte offen bleiben. Gut drei Stunden dauerte die Operation, sie galt Mitgliedern der baskischen Terrororganisation Eta, die zwei Stunden zuvor in Palmanova ein Fahrzeug der spanischen Guardia Civil in die Luft gejagt haben, zwei Polizisten sind dabei gestorben. Sie sind die ersten Mordopfer der Eta auf Mallorca.
Der Anschlag der Eta ist auch ein schwarzer Tag für die Tourismusindustrie. (© Foto: Reuters)
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Für sich allein schon ein Drama. Doch ein schwarzer Tag ist es auch für die Tourismusindustrie. Auch das dürfte dem Regierungschef der Balearen, dem Sozialisten Francesc Antich, durch den Kopf gehen, als er am Ort des Geschehens eintrifft, die Arme verschränkt und zu Boden blickt. Seine Worte und sein Mitgefühl gelten freilich den jüngsten Opfern der nationalistischen Barbarei der Eta.
Seit 50 Jahren bombt und mordet die Eta, ihr Krieg hat mehr als 1000 Opfer gefordert, Tausende Verletzte. Früher kämpfte sie gegen die Franco-Diktatur, heute gegen die spanische Demokratie. Mit allen Mitteln, denn aus Sicht der Terroristen sind sie vom Zweck geheiligt.
Schon früher hatte die Eta Urlaubsziele angegriffen, Hotelsiedlungen ins Visier genommen. So wie am Donnerstag. Die Bombe war zwar darauf angelegt, "bloß" Zivilgardisten zu töten, ihr mörderisches Werk vollbrachte sie mit Präzision. Eine zweite Bombe, die an einem Guardia-Civil-Auto nahe des ersten Anschlagsortes befestigt war, konnte die Polizei am Abend entschärfen.
Aber Terrorismus ist auch eine Kommunikationsstrategie, sagen Experten, und wenn die Bomben eine Botschaft haben, dann nicht nur die, dass die Eta 50 wird, sondern auch, dass Urlauber aus Mitteleuropa eingeschüchtert werden: Kommt nicht her, ihr seid nicht sicher. Die Explosion ereignete sich in Palmanova, inmitten der Golfplätze und Strände nahe der Touristenhochburg Magaluf, 500 Meter von der Brandung entfernt, hinter der Strandlinie.
Mallorca ist aus der Sicht der Terroristen ein perfektes Ziel. Keine Insel ist den Mitteleuropäern heiliger. Mallorca ist der Totem des Spanien-Tourismus. 80.000 Menschen wollten allein am Donnerstag auf die Insel reisen. Einmal juxte ein bayrischer Abgeordneter, man sollte Mallorca als 17. Bundesland übernehmen.
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Schön das du es gelesen hast, dass reicht mir. Wäre doch auch eine Möglichkeit oder etwa nicht. Oder glaubst du alles was in der Zeitung steht?
was ein unsinn. ist noch nicht einmal witzig!
Die Bundesregierung Deutschland hat eine Bombe auf Malle gezündet. Die Eta ist bestürzt und hat nun zu Ausfälle in Milliardenhöhe. Der Teror aaaaaaahhhhhhhhhh hat mal wieder zugeschlagen. Leute habt alle Angst und esst kein Schweinefleisch mehr die werden nämlich alle gequällt. Und nächste Woche gibt es zur Abwechselung mal wieder Rinderwahn oder etwas völlig neues wie zum Beispiel Fischgrippe.
Es ist alles nur Blöd TV und manipulation am Bürger. Aber hey wer das nicht mitbekommt ist voll gut dran da er sich keine Sorgen machen muss.
Nicht jeder, der irgendwo eine Bombe zündet und tötet, will jemanden befreien!
Na ja, @Richard, im Baskenland herrscht Demokratie und zwar mit sehr starken Autonomierechten. Jahrzehntelang hat die PNV, die bask. Nationalpartei, regiert und auch linkere baskische Parteien sind zugelassen - nun, eben bis zu der Grenze, wie eng sie mit der ETA verbandelt sind.
Wie Schoepp und Cáceres formulieren sei dahigestellt. Bin mir jedoch nicht sicher, ob das Ziel der ETA etwas Demokratisches ist, gelinde gesagt.
Paging