Anschläge von Mumbai Pakistan nimmt 124 Terrorverdächtige fest

Nach den verheerenden Attentaten von Mumbai gibt sich Pakistan als Terrorbekämpfer - Innenminister Malik verkündet eine Massenverhaftung von Islamisten.

Im Zuge der Ermittlungen zu den Anschlägen in Mumbai Ende November hat Pakistan nach eigenen Angaben 124 Terrorverdächtige festgenommen. "Wir nehmen die Dinge ernst, sehr ernst", sagte Pakistans Innenminister Rehman Malik vor Journalisten.

Pakistan Innenminister Rehman Malik AP

Antiterrorkampf als "einzige Option" - Pakistans Innenminister Rehman Malik

(Foto: Foto: AP)

Bei den seit Dezember vergangenen Jahres in Gewahrsam genommenen Menschen handele es sich um Mitglieder oder Sympathisanten einer karitativen muslimischen Organisation, die als politischer Arm der verbotenen islamistischen Gruppe Lashkar-e-Taiba (LeT) gelte.

Die Gruppe LeT kämpft gegen die in ihren Augen "indische Besatzung" von Teilen der Kaschmir-Region.

Der Kampf gegen Terrorismus sei "die einzige Option" Pakistans, sagte Malik. Das Land wird seit Monaten von einer Welle von Attentaten mit islamistischem Hintergrund heimgesucht.

Insgesamt starben in den vergangen 18 Monaten mehr als 1500 Menschen durch Anschläge in Pakistan.

Indien macht Lashkar-e-Taiba für die Anschläge von Mumbai (Bombay) verantwortlich, bei denen Ende November 174 Menschen ums Leben kamen, und verdächtigt auch den pakistanischen Geheimdienst, beteiligt zu sein.

Pakistan wies diese Vorwürfe zurück, bestätigte aber, dass der einzige überlebende Attentäter der Anschlagsserie pakistanischer Herkunft ist. "Es ist Zeit, dass Pakistan und Indien sich verstehen", sagte Malik.