Selbstmordattentäterinnen bringen in Moskau Dutzende Menschen um. Die Behörden verdächtigen Rebellen aus dem Unruheherd Kaukasus, wo seit Jahrzehnten kriegsähnlicher Zustand herrscht.
Nach den Selbstmordanschlägen in Moskau hat der russische Präsident Dmitrij Medwedjew einen unerbittlichen Kampf gegen Extremisten angekündigt. Russland werde ohne zu zögern den "Krieg gegen den Terror" fortsetzen, erklärte Medwedjew. Moskaus Bürgermeisters Jurij Luschkow vermutete tschetschenische Separatisten hinter den Anschlägen. Auch der Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, ging von einer Verbindung zu Rebellengruppen im Nordkaukasus aus.
Russische Sicherheitskräfte vor der Geheimdienstzentrale des FSB - Lubjanka - in Moskau. (© Foto: AFP)
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Zwei Selbstmordattentäterinnen hatten sich am Montagmorgen während des Berufsverkehrs in der Moskauer U-Bahn in die Luft gesprengt und dabei mindestens 38 Menschen in den Tod gerissen, Dutzende wurden verletzt. Bislang hat sich niemand zu den Anschlägen bekannt.
Dennoch vermuten russische Behörden - wie schon bei früheren Anschlägen - Gruppen aus dem Nordkaukasus hinter den Attentaten. Ob 2009 und 2007 bei Anschlägen auf einen Zug des Newski-Expresses, ob 1996 in der Moskauer U-Bahn: Die Täter blieben zwar unentdeckt, verdächtigt aber wurden Tschetschenen.
Nicht ganz zu Unrecht: In den russischen Teilrepubliken Inguschetien, Tschetschenien und Dagestan wird seit Jahren "ein veritabler Krieg" geführt, erklärt Hans-Henning Schröder, Leiter der Forschungsgruppe Russland an der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Aufgrund des Gewaltpotentials der Region liege der Verdacht nahe, dass der Terror daher kommt. Dennoch will Schröder eine weitere mögliche Tätergruppe erwähnt wissen: Auch russische Rechtsextremisten haben in den vergangenen Jahren immer wieder Anschläge verübt.
Doch zurück zum Nordkaukasus, der wahrscheinlicheren Herkunft der Terroristinnen. Russland-Forscher Schröder erklärt: "Bei den russischen Teilrepubliken Inguschetien, Tschetschenien und Dagestan handelt sich um Regionen mit ethnischen und religiösen Spannungen - ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung ist muslimisch - und großem Gewaltpotential. Das liegt auch daran, dass Russland von 1994 bis 2009 in Tschetschenien Krieg führte."
Diesen Krieg haben die Russen Schröder zufolge "gewonnen", indem sie Klan-Chef Ramsan Kadyrow zum Präsidenten gemacht und ihm freie Hand gegeben haben, seine Gegner entweder zu vernichten oder mit Geld auf seine Seite zu ziehen. "Mit dieser Strategie hat Moskau großen Erfolg gehabt", so der Experte, denn seitdem sei in Tschetschenien die Gewalt deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig hat sich die Sicherheitslage in Dagestan und Inguschetien allerdings dramatisch verschlechtert.
Seit 2004 beschränkten sich die Gewaltakte allerdings mehrheitlich auf die Region, weswegen sie international wie auch in Russland nur wenig Beachtung fanden. Immer wieder hatten kaukasische Rebellengruppen daher damit gedroht, den Terror wieder in das russische Zentralland zurückzubringen. Das scheint mit den Bomben vom Montagmorgen nun passiert zu sein.
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Russland unter Putin
Bombenleger sind immer im Unrecht. Ebenso sind Menschen im Unrecht, die einen Gottesstaat im Kaukasus errichten wollen und dafür Zivilisten in der Moskauer U-Bahn töten. Und Kommentatoren, die die Schuld nicht den Bombenlegern geben, sondern in borniertem Russenhass die Schuld Putin oder der mangelhaften russischen Demokratie in die Schuhe schieben, sind Idio%4&!
es ist einfach unglaublich, was hier manche leute schreiben, statt mitleid auszusprechen, reden die von demokratie, von Putin etc. wie blöd, zynisch muss man sein? Russkand hat gegen terorismus gekämpft, gegen fanatiker, die das land destabilisieren wollten, die leute umbringten, die sachen gemacht hatten, was ihr hier nicht mal vorstellen könnt. und jetzt herscht in diesen gebieten relative ruhe. die leute sind dankbar der russischen regierung, dass die diese teroristen bekämpft haben. das ist nicht schlecht, vom pc zu sitzen, im warmen stuhl, und über die demokratie zu reden. wie zynisch muss man sein? wen das in deutschland passiert hätte, würdet ihr auch sowas schreiben? wer vergessen hat, deutsche soldaten stehen in afganistan, die führen krieg im anderen land. würdet ihr dann auch die afganischen terroristen gutreden? nach dem motto, die kämpfen doch für eigene freiheit, damit nato aus afganistan weggeht. Russland führt keine kriege in anderen ländern. und jetzt sind dort unschuldige menschen gestorben. die leute die das gemacht haben, sind keine leute. das sind nicht mal tiere, tiere tuhen sowas nicht. wer hier tschetschenen verteidigt, der sollte mal einfach, nach Tschetschenien fahren. allein. in irgendein kleines stadt oder dorf. und nicht mit russischen soldaten in begletung. die sind doch böse. und mit tschetscten unterhalten, und deren freiheitskämpfen. und dann schauen ob ihr dann ganz zurückkommt.
@Peter Goge: Ja die Leute haben nichts mehr zu verlieren aber sehr viel zu gewinnen. Wenn man aber an archaischen Vortschritsfernen Lebenstilen festhält gefällt einem das natürlich nicht. Da muß man natürlich Bomben legen.... Sie scheinen da verständnis zu haben. Na die eigene Tochter schon verheiratet und dem gläubigen Sohn seine unantastbaren Rechte auf Gewalt beigebracht?
Gutmenschen zu nicht zu gebrauchen....
Der Beitrag ist gut,da er die Situation beschreibt die dort herrscht. Es ist immer wieder erstaunlich das diese Machthaber nur Attentaeter produzieren koennen,wenn es darum geht das taegliche Leben der Menschen und die Weiterentwicklung zu foerdern,da versagen diese Herrschaften klaeglich. Auch die Politik Moskaus in diesen Regionen ist sehr zwiespaeltig, wie beschrieben Drogengeld, Extremismuss und Separatismuss,sowie der totale Machtanspruch Einzelner. Sind das Gemenge das die Gewald und Gegengewalt foerdert,auch sollte nicht vergessen werden das die Alkaida auch hier versucht an Boden zu gewinnen. Moskau ist nicht zu beneiden in dieser Lage,nur mit wem koennte sie da verhandeln ? Da wird man lange suchen muessen,finden wird sich da niemand.
"Russland werde ohne zu zögern den "Krieg gegen den Terror" fortsetzen"
Es ist schon erstaunlich:
Russland macht Tschetchenien platt - Leute haben nichts mehr zu verlieren - Attentate - Krieg gegen den Terror
USA knechten afghanische Bevölkerung durch die Mujahedin(Terroristen) - Leute haben nichts mehr zu verlieren - Attentate - Krieg gegen den Terror
Israel knechtet Palestina - Leute haben nichts mehr zu verlieren - Attentate - Krieg gegen den Terror
Das hatten wir auch im Kosovo, die Leute die damals nichts mehr zu verlieren hatten hießen UCK, die haben auch zivile Ziele attackiert, aber das waren keine Terroristen, das waren Freiheitskämpfer und Verbündete der NATO.
Sind die Terroristen böse? - Ja
Sind die Staaten böse? - Ja
Recht hat, wer mit uns verbündet ist.
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