Der EU-Kommissionspräsident hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe wegen einer Gratis-Kreuzfahrt scharf zurückgewiesen. Die Unterstellungen seien "absurd und demagogisch".

Der Kommissionspräsident äußerte sich im Europaparlament in Brüssel zu einem Misstrauensantrag, den eine Gruppe euroskeptischer Abgeordneter gegen ihn gestellt hatten. Hinter dem Antrag stehe eine "populistische, europafeindliche Tendenz", sagte Barroso, dem die Abgeordneten lauten Applaus zollten.

José Manuel Barroso, Reuters

Der EU-Kommissionspräsident sieht sich als Opfer einer europafeindlichen Kampagne. (© Foto: Reuters)

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Sprecher aller großen Fraktionen stärkten dem Kommissionspräsidenten den Rücken. Ziel sei es, wenige Tage vor den Volksabstimmungen über die EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden Stimmung gegen die EU zu machen, kritisierten die Vorsitzenden der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Liberalen, Hans-Gert Pöttering (CDU) und Graham Watson.

Der Chef der Sozialistischen Fraktion, Martin Schulz (SPD), sprach von einer politischen "Show". Barroso habe die Vorwürfe bereits hinreichend entkräftet. Die Abstimmung ist während der Juni-Plenarsitzung in Straßburg geplant.

Hintergrund ist eine Einladung Barrosos mit seiner Familie auf die Yacht eines griechischen Reeders im vergangenen August. Die Initiatoren des Misstrauensantrags um den britischen Euroskeptiker Nigel Farage unterstellen Barroso Interessenkonflikte.

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(AFP/dpa)