Wenn ein Land militärisch angreift, dann spricht man üblicherweise von Krieg. Zwischen Nord- und Südkorea herrschen jedoch keine normalen Umstände. Wie der Süden eine weitere Eskalation verhindern kann.
Der Artillerie-Angriff Nordkoreas auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong würde unter normalen Umständen als Kriegserklärung verstanden werden müssen.
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Die Insel Yeonpyeong liegt an der südkoreanischen Westküste. Klicken Sie auf das Bild, um die gesamte Karte zu sehen. (© SZ-Karte)
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Anders als bei der Versenkung des Kriegsschiffes Cheonan ist Nordkorea eindeutig der Urheber der Feindseligkeiten. Bei der Cheonan führte erst ein aufwändiges Indizienverfahren zu dem Schluss, dass die Korvette durch einen nordkoreanischen Torpedo versenkt wurde.
Ob Nordkorea diesen Torpedo auch abgeschossen hat, ist offen. Nun aber ist die Beweislage eindeutig. Nordkorea beschießt den Süden mit Artillerie, zwei Soldaten werden getötet, viele verletzt. Wenn ein Land ein zweites militärisch angreift, dann spricht man üblicherweise von einem Krieg.
Aber: Die Verhältnisse zwischen Nord- und Südkorea erlauben es gerade nicht, dass man von einer Kriegserklärung spricht. Normale Umstände gibt es nicht an der Grenze zwischen den beiden koreanischen Staaten. Auch wenn die Eskalation so gefährlich wie lange nicht ist: Südkorea muss nun alles tun, um die Emotionen unter Kontrolle zu halten und den Ausbruch weiterer Gefechte zu verhindern. Ein Krieg zwischen Nord- und Südkorea würde in einem Blutbad münden, die Eskalation wäre nicht zu stoppen.
Was also treibt den Norden dazu, genau dies zu provozieren? Grenzstreitigkeiten gibt es durchaus, Nordkorea erkennt die Seegrenze nicht an, die von den Vereinten Nationen gezogen wurde. Mit der Versenkung der Cheonan und dem Artillerie-Beschuss stellt Pjöngjang dies klar. Aber das wird nicht das eigentliche Motiv für den Angriff sein.
Tatsächlich deutet eine Reihe von Hinweisen darauf hin, dass Nordkorea mit seiner vielfach erprobten Methode von Erpressung, Drohung und Eskalation Ablasszahlungen aus dem Süden und aus den USA einfordern will.
Am Samstag wurde bekannt, dass Pjöngjang an einer neuen Nuklearanlage baut. Die Einrichtung wurde einem amerikanischen Experten vorgeführt, damit diese Provokation auf jeden Fall öffentlich würde. Drei Tage später hagelt es Granaten. Der Beschuss endete pünktlich nach einer Stunde. Das ist die nordkoreanische Methode, um Forderungen zu stellen: Liefert uns Energierohstoffe, liefert uns Nahrungsmittel! Hilfsorganisationen zufolge steht das Land wieder einmal vor einer Hungerkatastrophe in diesem Winter.
Diese brutale Erpressungsmethode muss endlich gestoppt werden. Die ständig zwischen Härte und Nachgiebigkeit wechselnden Stimmungen taugen vielleicht zur Analyse für einen Psychologen. Auf Dauer wird das Problem Nordkorea so nicht gelöst.
Jetzt, da offenbar auch der Führungswechsel im Norden seinen Gang nimmt, muss einmal mehr überlegt werden, ob nicht die konsequente Isolation den Zusammenbruch des Regimes auslösen könnte. Niemand, auch China nicht, will einen Krieg in Ostasien.
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(sueddeutsche.de/gba)
Youtube-Hit aus USA
Ich stimme dem o.g. Beitrag weitgehend zu. Aber wie würde ein Zusammenbrechen des nordkoreanischen Regimes aussehen? Alle fürchten dies Szenario. Hunderttausende oder Millionen auf der Flucht nach Südkorea - ein Schreckgespenst für jede Regierung, denn dies könnte auch ein prosperierender Staat wie Südkorea nicht verkraften.
Im übrigen ist die Seegrenze von der UNO (damals = USA) einseitig festgelegt worden - und wie man an der obigen Karte leicht feststellen kann, liegen die Inseln eindeutig näher an Nord- als an Südkorea.
Also igrendwie agieren Sie immer nach dem gleichen Muster: Sie unterstellen einfach irgendeinen Quatsch, den ein Mensch mit durchschnittlicher Auffassungsgabe nicht in meinen Ausfürhungen finden kann. Im Einzelnen:
"Ganz ehrlich, da wo Sie her kommen gibt es so etwas? Naja, entspricht nicht ganz den Vorstellungen von Rechtsstaatlichkeit"
Ich habe - Sie - gefragt, ob das etwa Ihren Vorstellungen entspricht. Man erkennt das an dem Fragezeichen hinter dem Wort "Schuldvermutung". Denn bis jetzt lassen Sie völlig im dunkeln, wie Sie denn die "Gierigen" identifizieren wollen (mitnichten haben Sie dazu bislang irgendetwas Erhellendes von sich gegeben! Der Medizin ist die Diagnose fremd).
Wer ist denn für Sie gierig? Der wegen Fehlspekulationen fristlos gefeuerte Bankmanager, der sich gegen die Kündigung wehrt und um seine Vergütung kämpft. Etwa auch die fristlos gefeuerte diebische Supermarkt-Kassiererin? Oder fängt die Gier bei Ihnen erst ab einer gewissen Einkommensgrenze an? Dann wären wir ja wieder da, wo wir hier im Wirklichkeit so oft sind: Neid, Neid, Neid. Sonst nichts.
Verfahren gegen psychisch krankhafte Täter ? Wie bitte ?! Strafe für Kranke? Bitte halten Sie mir keine Vorträge über eine rechtsstaatliche Grundordnung. Sie legen Ihre Unkenntnis offen zur Schau. Als Grundsatz gilt: psyschisch krank = nicht straffähig. So ist das jedenfalls in unserer rechtsstaatlichen Grundordnung. Ist bei mir zwar schon ewig her, aber ich denke im Grundkurs Verfassungsrecht und alternativ Strafprozessrecht dürften Sie das lernen.
Ich bin übigens entspannt (Sie vielleicht nicht so?). Mache mir wenig Sorgen, dass so ein Quatsch in D kommt. Und falls doch, sind wir halt kein Rechtsstaat mehr und ich bin schon lange weg. Und noch etwas: natürlich gibt es massenhaft widerlich gierige Leute. Ist halt eine miese Charaktereigenschaft, nicht mehr, nicht weniger.
Sonnige Grüße und bessere Ideen.
Zitat: "(Schuldvermutung?)"
Ganz ehrlich, da wo Sie her kommen gibt es so etwas? Naja, entspricht nicht ganz den Vorstellungen von Rechtsstaatlichkeit. Davon übrigens scheinen Sie auch nicht viel zu wissen, andernfalls wüssten Sie wie entsprechende Verfahren hinsichtlich psychisch kranker Straftäter aufgebaut Sinn. Alle anderen Details zu Diagnosekriterien etc. entnehmen Sie bitte meinen vormaligen Ausführungen. Steht alles erschöpfend drinnen.
Und nur damit wir die Fronten hier noch mal klären: meine Absichten hinsichtlich Giergestörter ergeben sich aus den unfassbaren Schäden den diese Personengruppe angerichtet hat und hemmungslos und ohne Einsicht weiterhin anrichtet. Die permanente Bereicherung zu Lasten dritter, Fiskalschäden, drohende Zahlungsunfähigkeit ganzer Nationen, Hunger, Tod. Alles in Allem also schlicht unumgänglich diesem Personenkreis gegenüber hart durch zu greifen.
Und jetzt: machen Sie sich einfach einen schönen Tag, entspannen Sie sich. Noch sind wir schliesslich nicht soweit ...
"Tut mir leid, ich wusste nicht das Sie frustriert sind. Hätte ich es gewusst wäre ich Ihnen gegenüber etwas zurückhaltender gewesen."
Ach no-sho, ist das alles, was Sie können? Irgendeinen Unfug labern, wenn man Sie gestellt hat?
Und worauf genau fußt Ihre Empirie zum Thema "Krankheit Gier"? Auf Schlagzeilen der von Neid durchsetzten Boulevardpresse (Auflage, Auflage, Auflage ...) und entspr. Websites?
Woraus genau schließen Sie, dass ich Ihnen Ihre Meinung abspreche?
Ich frage mich nur, was steckt hinter Ihrer Meinung. Wie wollen Sie die "Gierigen" identifzieren? Vielleicht ab einer gewissen Vermögensgröße? Alle einsperren, die mehr als 1 Mio haben (Schuldvermutung?), oder wie stellen Sie sich das vor? Möchte Ihnen eigentlich nur ein paar banale praktische Fragen und Konsequenzen vor Augen führen, die sich aus Ihrer Auffassung ergeben.
Sorry, aber ich glaube sowieso, sie wollen gar nicht ernst genommen werden. Bye, bye.
Zitat: "Der Frust muss nur groß genug sein. Und damit wir uns nicht falsch verstehen: die Verantwortung hierfür liegt bei der Politik."
Tut mir leid, ich wusste nicht das Sie frustriert sind. Hätte ich es gewusst wäre ich Ihnen gegenüber etwas zurückhaltender gewesen.
Zitat: "Und wo genau beantworten Sie meine Fragen? Diagnose "Gier"? Symptome? "
lol - nein, ich sehe mich nicht bemüssigt das ganze Konstrukt auszuarbeiten, das übernehmen die Fachkollegen von der Klinischen. Mein Schwerpunkt liegt im Bereich Kommunikation und empirische Methodik. Nichts desto trotz: eine Meinung ist, sie mögen das bedauern, auch mir gestattet. Hatte ich erwähnt das ich der Ansicht bin das im Falle von schweren Giererkrankungen auch Zwangsbehandlungen, möglicherweise lebenslang, in Erwägung gezogen müssen? Angesichts der Gefahr die Giererkrankte für die Gemeinschaft darstellen sollte man das zumindest ins Auge fassen.
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