Bayerns Innenminister hat erklärt, dass es Hinweise auf eine punktuelle Zusammenarbeit von radikalen Muslimen und Rechtsextremen gibt - und damit für Irritationen bei seinen Behörden gesorgt.
Einen Tag nach Veröffentlichung des Verfassungsschutzberichtes hat Günther Beckstein im Südwestrundfunk zu der Causa ein Interview gegeben. Der CSU-Politiker forderte zu einer "offensiven Auseinandersetzung" mit der NPD auf. Außerdem widmete sich der designierte bayerische Ministerpräsident einem besonderen Aspekt:
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Er warnte vor einer Vernetzung von Rechtsextremisten und Islamisten. "Da gibt es gewisse erste Anzeichen", sagte Beckstein, "die sind allerdings nicht sehr stark". So äußerten sich Rechtsextreme zum Teil mit Verehrung über Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, weil dieser die Ermordung der Juden im Holocaust leugne.
"Da gibt es also Zusammenarbeit", stellte Beckstein fest. Gerade im Bereich Kampf der Palästinenser gegen Israel gebe es eine Kooperation. "Aber das ist nur ansatzweise zu erkennen", fügte der Minister hinzu.
Eine breite Zusammenarbeit gebe es in Bayern und nach seiner Einschätzung auch in ganz Deutschland nicht. "Aber man muss sehr sorgfältig aufpassen, dass es nicht eine punktuelle Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich der Gewaltbereitschaft im Kampf gegen das demokratische System, gibt", sagte Beckstein.
Womöglich ist der Innenminister etwas zu schnell vorgeprescht mit seiner Schreckensvision einer islamistisch-neonazistischen Achse. Becksteins Einlassungen lösten in der Staatsschutzabteilung des bayerischen Landeskriminalamtes merkliche Verwunderung aus. Von einer Zusammenarbeit beider Extremisten-Gruppen könne keine Rede sein, hieß es aus dem Münchner LKA. "Es gibt keine derartigen Ermittlungsverfahren", sagte ein LKA-Beamter im Gespräch mit sueddeutsche.de: "Das habe ich in den letzten 25 Jahren auch nicht erlebt".
"Wir müssen sehr aufmerksam sein"
Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz relativierte diese Einschätzung. Schon seit längerem sei bekannt, dass es ideologische Gemeinsamkeiten zwischen Rechtsextremen und Islamisten gebe. Kern dieser Gemeinsamkeiten sei der Antisemitismus, der aus den beiden Gruppen ideologische Verbündete mache.
"Es gab und gibt zwar Versuche, Kontakte zu knüpfen, vor allem aus dem rechten Spektrum, trotzdem überwiegen die Unterschiede zwischen den Gruppen, die bisher eine richtige Zusammenarbeit verhinderten", sagte ein Sprecher des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz.
Trotzdem beobachte die Behörde die Szene intensiv, um erkennbare Ansätze einer Kooperation sofort zu registrieren und zu verhindern. "Wir müssen sehr aufmerksam sein und diese Vorgänge im Auge behalten."
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte am Dienstag bei der Vorlage des Verfassungsschutzberichts gewarnt, der islamistische Terrorismus bleibe die größte Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands. Die Zahl der rechtsextremen Straftaten war voriges Jahr drastisch um 15 Prozent gestiegen.
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(sueddeutsche.de/Reuters)
Mal davon abgesehen, dass ich die letzten Jahre auch in Bayern lebte, glaube ich, dass Sie mich missverstehen. Ich sprach von Beckstein, Söder und deren Wähler und nicht vom/von Bayern im Allgemeinen. Das ist durchaus meine (politische) Meinung und deckt sich mit den Meinungen meiner gut-gebildeten bayrischen Freunde/Kumpels/Kollegen. Ich bezweifle überhaupt nicht, dass die CSU einen großen Anteil an der wirtschaftlichen und sozialen Situation hat. Aber die CSU besteht ja (zum Glück) nicht nur aus Beckstein und Söder. Und da beide Kandidaten des Öfteren durch gefährlich sinnlosen, aber medienwirksamen Faux pas auffallen und das durchaus ernst meinen, darf ich doch an deren Wählerschaft zweifeln.
Aprospos, in den 5 Jahren, in denen ich in Bayern lebte, meine ich auch da eine Diskrepanz im Bildungsniveau bei unterschiedlichen Menschen ausgemacht zu haben - genauso wie in Berlin, wo ich jetzt wohne. Sprich: Tatsache ist, die Einen haben weniger Bildung als Andere und genau das ist der Mangel, den ich beklage. Natürlich ist es utopisch und trägt leicht faschistoide Züge (gegenüber weniger gebildeten Mitbürgern), dass ich das fordere. Aber jede Annäherung würde unser Gesellschaftssystem verbessern. Deshalb: Mehr Bildung! Und wenn das erreicht ist: Mehr Bildung!
beginnt da, wo die Gewalt gegen die Köpfe einer Gesellschaft aufhört und die Gewalt gegen den unbeteiligten Menschen des Volkes anfängt. Linke greifen immer korrupte Führungspositionen an, Rechte den Schwachen und Unbeteiligten auf der Strasse.
sind wirklich Orte der Ruhe. Und alles schön in Parzellen eingeteilt, die Beete gut gefasst - ich liebe das. Nur schade, dass diese Orte das Ende des menschlichen Lebens markieren.
Einmal davon abgesehen, dass mein Kommentar nicht ganz ernst gemeint war und kaum falsch verstanden werden kann, kann ich mir keinen Reim auf diese Aussage machen:
"zu einem Kommentar über "Bildung in Altbayern", dazu kurz und knapp: Hätte derjenige
so Bildung wie der Rest der Bayern , hätte sich diese Bemerkung erübrigt."
Hm. Vielleicht hilft Ihnen der Hinweis, dass ich Bayer bin. Da staunen Sie, was!? Aber es kommt noch besser: Ich bin sogar ein Teil des bayerischen Bildungsapparates. Deshalb kann ich Ihren - mit Verlaub - eigenartigen Bemerkungen zu Bildung nichts abgewinnen. Nur soviel:
"Was ist denn gute Bildung?
Ich orientiere mich am Ergebnis. Wenn das nicht stimmt, ist die Methode die
Vorgehensweise falsch."
Was gute Bildung ist? Das zu erörtern würde hier mit Sicherheit den Rahmen sprengen. Nur: Wenn Sie es selbst nicht wissen, wie können Sie sich dann am Ergebnis orientieren, geschweige denn die "Methoden" bewerten?
Und hören Sie mir auf mit diesen Lobgesängen auf unser Bildungssystem...
Gut, von rechtsextremen übergriffen wissen wir schon länger. Nun hat er`s also auch bemerkt.
Sollte es, davon unabhängig zu islamistischen übergriffen kommen, dann nur weil wir deren Heimat Tod und Verwüstung bringen.
Natürlich in bester Absicht und zusammen mit den anderen Willigen jenseits der Achse des Bösen.
Ach ja, es gibt natürlich auch linksextremistische übergriffe. In Zahlen jedoch verschwindend gering im Vergleich zu den Rechten. (Siehe zahlreiche Publikationen, auch Fakt, Kontraste,Frontal 21 usw)
Paging