Als erster Parteichef hat sich der Liberale Westerwelle für eine zweite Amtszeit von Bundespräsident Köhler von 2009 an starkgemacht. Die FDP findet: "Köhler tut Deutschland gut."

FDP-Chef Guido Westerwelle hat sich als erster Parteivorsitzender für eine Wiederwahl von Bundespräsident Horst Köhler ausgesprochen. "Wir Freien Demokraten sind mit der Amtsführung des Herrn Bundespräsidenten außerordentlich einverstanden", sagte Westerwelle der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Horst Köhler, Guido Westerwelle, ap

FPD-Chef Guido Westerwelle (r.)unterstützt eine zweite Amtszeit Horst Köhlers als Bundespräsident - auch 2004 war dieser bereits der Kandidat der Liberalen. (© Foto: AP)

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"Dieser Bundespräsident tut Deutschland gut. Er steht für Bürgernähe, wirtschaftliche Vernunft und rechtsstaatliche Sensibilität." Sollte sich Köhler für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stellen, würde er dies begrüßen, sagte Westerwelle.

Er forderte die anderen Parteivorsitzenden indirekt dazu auf, sich ebenfalls zu äußern. Köhler habe ein Anrecht darauf ausreichend früh zu erfahren, wie die Parteien über seine Arbeit denken, sagte er der Zeitung.

Es sei "einem amtierenden Staatsoberhaupt nicht zumutbar, eine erneute Kandidatur bei unklarer Lage in der Bundesversammlung anzukündigen".

Die Bundesversammlung tritt am 23. Mai 2009 wieder zusammen. Köhler selbst hat sich bisher noch nicht zu einer erneuten Kandidatur geäußert, aber mehrmals erklärt, er werde etwa ein Jahr vor der Wahl erklären, ob er eine Wiederwahl anstrebe.

Derzeit haben die Union und die FDP laut FAZ eine Mehrheit von nur zwei Stimmen in der Bundesversammlung - die Parteien stellen exakt 614 der 1224 Mitglieder. Westerwelle hatte gemeinsam mit dem damaligen CSU-Chef Edmund Stoiber und der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel Köhler als Kandidaten präsentiert. Köhler war zu diesem Zeitpunkt Direktor des Internationalen Währungsfonds.

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(AFP/dpa/gal/mako)