Amarillo in Texas Höllenangst

Hand aufs Herz zum Schwur: In Amarillo geloben die Frauen in der Republikanischen Partei erst der Nation und dann ihrem Staat Texas die Treue.

(Foto: Cédric von Niederhäusern)

Dort, wo Amerika am konservativsten ist, sind sich die Menschen erstaunlich einig: Sie fürchten sich.

Von Sacha Batthyany

Vor nicht einmal 150 Jahren, auch das ist wichtig, um diesen Ort und die Menschen zu verstehen, stand hier noch gar nichts. Statt des bunten Mastes eines mexikanischen Schnellimbisses, der sich gegen die Finsternis über Texas stemmt, nur endlose Prärie, Bisonherden und Indianerstämme.

Der Erste, der sich in Amarillo niederließ, im Nordosten von Texas, war ein Mann namens Charles Goodnight. Er rauchte 50 Zigarren pro Tag, konnte weder lesen noch schreiben, aber Rinder züchten, und er hatte ein Gespür fürs ...