Nach acht Jahren an der Spitze des Umweltprogramms hat Klaus Töpfer genug von den Vereinten Nationen - da hilft auch kein Bitten von Generalsekretär Kofi Annan. Die Berliner CDU freut sich: Sie würde den 67-Jährigen 2006 gern gegen Claus Wowereit antreten lassen.
Bislang war unklar, ob sich Töpfer zur Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenwahl 2006 bereit erklärt. Nachdem er nun das Ende seiner Laufbahn bei den Vereinten Nationen bekannt gab, scheinen die Chancen hierfür jedoch gestiegen.
Rückkehr in die deutsche Politik? Klaus Töpfer gibt seinen Posten als Direktor des UN-Umweltprogramms auf. (© Foto: AP)
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Der Direktor des UN-Umweltprogramms in Nairobi wolle seinen Posten Anfang kommenden Jahres räumen, sagte der Sprecher in Nairobi. "Er hat seinen Mitarbeitern gesagt, dass er seine Amtszeit nicht noch einmal verlängern wird."
"Noch kein konkreter Plan"
Töpfer wolle nach acht Jahren an der Spitze des Umweltprogramms den Stab an einen Nachfolger übergeben, hieß es. Das Angebot von UN-Generalsekretär Kofi Annan, seine Amtszeit um zwei weitere Jahre zu verlängern, habe er dankend abgelehnt.
Was Töpfer anschließend machen wolle, habe er noch nicht entschieden, sagte sein Sprecher. "Töpfer hat noch keinen konkreten Plan", betonte er. Die Frage, ob er sich vorstellen könne, in der deutschen Politik wieder eine aktive Rolle zu spielen, ließ er unbeantwortet.
Die Berliner CDU unter ihrem neuen Landesvorsitzenden Ingo Schmitt hat sich bisher auf keinen Spitzenkandidaten für die Wahl 2006 festgelegt. Diese Frage soll erst nach der Bundestagswahl frühestens um den Jahreswechsel geklärt werden.
Entscheidung nach der Wahl
Es gilt jedoch als offenes Geheimnis, dass der frühere Bundesumweltminister und Umzugsbeauftragte der Regierung Kohl für den Wechsel des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin der Favorit der Hauptstadt-Union ist. Töpfer hat sich bisher nicht dazu geäußert.
Töpfer war Ende der 80er Jahre Bundesumweltminister im Kabinett des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU) und später Umzugsbeauftragter für den Wechsel des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin. An der Spitze des UN-Umweltprogramms hat Töpfer sich unter anderem für die Verbesserung des Klimaschutzes und den Erhalt von Ökosystemen eingesetzt.
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(dpa)