Die Chancen auf eine gute Rente stehen nicht überall gleich. Ein durchschnittlicher Ruheständler in Potsdam erhält fast doppelt so viel wie einer in Bitburg. Wer deshalb aber über einen Umzug nachdenkt, sollte besser zu Hause bleiben.
In mühevoller Kleinarbeit haben Wissenschaftler des Internationalen Instituts für Empirische Sozialökonomie (INIFES) erstmals die durchschnittlichen Renten für alle 439 Landkreise und Städte in Deutschland ermittelt. Für die Forscher steht fest: Es gibt "extreme regionale Unterschiede".
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Statistisch gesehen erhalten Rentner in Potsdam am meisten Geld. (© Foto: AP)
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So fanden die Forscher in ihrer Studie "Ausrangiert - Arbeitsmarktprobleme Älterer in den Regionen" heraus, dass es den Ruheständlern in Potsdam am besten geht: Ein durchschnittlicher Neurentner bezog hier im Jahr 2004 monatlich 830 Euro. Am schlechtesten schneiden hingegen die Rentner im Landkreis Bitburg-Prüm in der Eifel ab: Sie müssen sich mit jeweils 495 Euro begnügen.
Der Blick in den "Renten-Atlas" der Wissenschaftler offenbart zahlreiche weitere Kuriositäten: Beispielsweise bekommen Durchschnitts-Rentner in den ländlichen Gegenden Westdeutschlands nur etwas mehr als die Hälfte dessen, was in Ballungsräumen und vielen ostdeutschen Gebieten gezahlt wird.
Das Phänomen hat nach Aussage der Wissenschaftler mehrere Ursachen. Der Hauptgrund liegt darin, dass ostdeutsche Frauen im Schnitt häufiger einer bezahlten Arbeit nachgehen als westdeutsche Frauen. Das führt zu mehr Beitragsjahren und somit zu statistisch höheren Renten. Entscheidend sind ferner die lokale Arbeitsmarktlage und die vor Ort üblichen Arbeitsbedingungen.
Männer bekommen mehr als Frauen
Ob Ost oder West, Stadt oder Land - überall in Deutschland fallen die Altersbezüge der Männer höher aus als die der Frauen. In Ostdeutschland erhalten diese im Schnitt lediglich 75 Prozent einer Männerrente. In Westdeutschland sind es meist sogar weniger als 60 Prozent.
Nach Aussage der Forscher liegt dies daran, dass viele westdeutsche Frauen nach der Familienphase nicht wieder ins Erwerbsleben zurückkehren - oder anschließend weniger Geld erhalten als vor ihrer Babypause.
Reiche Städter
In den Flächenländern Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zahlt die Rentenkasse bundesweit am wenigsten aus. Besser stehen ältere Berliner und Hamburger da. Die Forscher erklären dies damit, dass Ältere in den Stadtstaaten häufiger bis zu ihrem 65. Geburtstag arbeiten - und somit häufiger mit vollen Bezügen in den Ruhestand gehen.
Wer für eine höhere Rente nun aber einen Umzug nach Potsdam plant, der sollte besser zu Hause bleiben. Zur Absicherung weisen die Forscher noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die individuelle Rente nicht vom Wohnort abhängt. Die persönlichen Altersbezüge errechnen sich vielmehr aus der Anzahl der individuellen Beitragsjahre und den eingezahlten Rentenbeiträgen.
Und auch auf mehr Wohlstand im Alter lassen die höheren Renten nicht schließen, betonen die Forscher. Der Grund: Trotz ihres höheren Einkommens verfügen ältere Ostdeutsche seltener über Vermögen und Betriebsrenten.
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(sueddeutsche.de)
Die Chancen auf eine gute Rente stehen für wahr nicht überall gleich. Man muss schon ehemaliger Ostdeutscher oder Spätaussiedler sein - um zufrieden zu sein.
Ehemalige Ostdeutsche können sich formal als im gesamten Erwerbs-leben vollbeschäftigt definieren obwohl sie mehr oder weniger nur auf dem Papier beschäftigt nicht wirklich effektiven Mehrwert schufen und kaum für ihre derzeitigen westdeutschen Rentenansprüche Beitragszahlungen leisteten.
Ebenso kassieren tausende Spätaussiedler/-innen und deren zahlreiche Familienangehörige nicht-deutscher Herkunft hohe bundesdeutsche Renten. Auch sie in ihren Heimatländern formal lebenslang vollbeschäftigt in Berufen mit klangvollem Namen wie ökonom o. ä. (statt Sachbearbeiter oder Buchhalter). Schließlich bieten anspruchsvolle Berufsbezeichnungen hier für diese Gruppe eine hochdotierte Grundlage für Transferleistungen wie Rentenansprüche und dergleichen.
Statt diese an Absurdität grenzende Großzügigkeit aus Steuermitteln aller zu finanzieren, sind die Dummen die in Westdeutschland geborenen Rentenkassen-Beitragszahler. Und die wirklichen Verlierer sind - so zeigen hier die Zahlen -
die in Westdeutschland geborenen (gut augebildeten) Frauen jenseits der 50, die eh´ keiner mehr einstellen will.
Dürfen die auch den Solidaritätszuschlag zahlen?