Denn hier gibt es die Halbtagsjobs, die Minijobs, die Niedriglohn-Maloche auf Stundenbasis, die Mütter sich leisten können. Wer sein Kind mittags aus dem Kindergarten abholen muss, weil der zumacht, der kann schlecht bis zwanzig Uhr an der Kasse stehen. Wer Kleinkinder zu versorgen hat, der kann schwerlich Schichtdienst, Nachtdienst oder gar lange Schulferien und geschlossene Kitas durchstehen.
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Mobilität wird erwartet, Krankheit bestraft
Weil immer stärker dereguliert und flexibilisiert wird, weil Mobilität erwartet und Krankheit bestraft wird, können selbst flexible, gut organisierte, einsatzwillige Mütter oft nicht mithalten. Wenn sie, angesichts anderer Bewerber ohne Kinder, überhaupt eingestellt werden.
Es gibt viele gute Ideen, wie Alleinerziehenden unter die Arme gegriffen werden kann. Ihre Probleme werden verstärkt wahrgenommen - bedingt durch Armutsberichte und internationale Studien, durch Reformen im Unterhalts- und Scheidungsrecht. Über die vollständige Absetzbarkeit der Betreuungskosten wird nachgedacht und über einen Umbau des Ehegattensplittings zugunsten von Haushalten mit Kindern.
Von der Leyen wiederum will, dass die Jobcenter helfen, Kinder unterzubringen, damit ihre Mütter arbeiten können. Das Kernproblem aber bleiben Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen und Löhne. Und so wird es, weil sich viele Arbeitgeber und viele Väter wie selbstverständlich darauf verlassen, an den Frauen selbst hängenbleiben, wie sie sich organisieren - in Wohngemeinschaften, mit Netzwerken, Freunden, Großeltern. Bleiben wird das Armutsrisiko, bleiben wird aber auch der Wille, es trotzdem zu schaffen.
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(SZ vom 24.04.2010/pfau)
kann keine artikel mehr über angelich benachteiligte alleinerziehende lesen die deppen sind die unterhaltspflichtigen u ihre zweitfamilie
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Frau Cathrin Kahlweit hat recht wenn sie benennt, dass auch Väter - oder Väter auch - verantwortungslos handeln.
Nur an der sachlich korrekten Quotierung hierüber hapert es gewaltig.
Frau Kahlweit bietet Zahlen zur Anzahl der Alleinerziehenden, quotiert zwischen alleinerziehenden Müttern und Vätern (mit nur bedingter Aussagekraft), unterlässt es aber (mutwillig?) die wahren Gründe für nichterfolgte Kindesunterhaltszahlungen anzugeben.
Ein Grund für unzureichenden Kindesunterhalt ist die Anzahl der Kinder, die im Haushalt eines AE leben.
Je mehr Kinder, je höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Geld nicht ausreicht.
Man spricht hier von Mangelfällen.
Weitere Mangelfälle ergeben sich aus den Einkommensverhältnissen der Pflichtigen.
Wer nichts hat, kann nichts verteilen.
Den dritten Punkt stellen die steigenden Zahlbeträge ( in 2010 13,2%).
Selbst OLG Richter und Vorsitzender der DDT-Verfasser Jürgen Soyka schwant, dass eine Katastrophe naht.
Wer nichts zu verteilen hat wird auch zukünftig nichts haben.
Die Rückholquoten für Unterhaltsvorschussleistungen stagnieren seit Jahren bei ca.15%, weil bei den Pflichtigen real nichts zu holen ist.
Vielen Pflichtigen (meist Vätern) werden sogenannte fiktive Einkünfte angerechnet, d.h. auf bis zu 48 Wochenstunden Erwerbstätigkeit.
Fakt ist auch: Frauen zahlen als Pflichtige seltener und weniger als Männer.
Väter übernehmen Betreuungsverantwortung bis 16%, über die Volljährigkeit der Kinder hinaus sogar auf 18%.
Der Anteil wäre weit höher, wenn man sie nur ließe.
Die genannten 10% entsprechen nur einem statistischen Mittelwert, über die gesamte Kindheitsspanne (0-18J.) hinweg.
Väter die nicht zahlen wollen, gibt es ganz gewiss in geringer Anzahl, aber auch hier wäre angemessen die Hintergründe genauer zu beleuchten.
Frau Kahlweit nennt die Arbeitswelt familienfeindlich und stellt gleichzeitig darauf ab, dass Alleinerziehende mit Kindern Familie darstellen.
Man nennt dies seit 1998 Ein-Eltern-Familie.
"Familie ist, wo Kinder sind!", sagte Christine Bergmann damals. Bis zum heutigen Tage wird jede berechtigte Kritik an dieser Aussage zurückgewiesen - egal, wie denn das hiermit für veraltet erklärte Grundgesetz den Begriff "Familie" verstanden wissen wollte.
Warum haben wir nicht endlich was die DDR schon lange hatte: jeder Arbeitgeber hatte für jedes Kind, das eine Mitarbeiterin hatte, einen Kindergartenplatz oder einen Krippenplatz zu Verfügung zu stellen, entweder auf seinem eigenen Gelände oder in unmittelbarer Nähe? Wann macht Frau von der Leyen endlich wahr, was sie schon vor Jahren angekündigt hat: einen Kindergartenplatz für jedes Kind?
zitat:
"Alleinerziehend zu sein ist nicht zwangsläufig ein Opfergang, eine Leidensgeschichte; der Schritt ist oft selbst gewählt und gut überlegt."
wir leben nun mal in einer zeit, wo es sozusagen "IN" ist, sein eigenes leben zu verwirklichen, eine art der selbstverwirklichung anzustreben. viel sind mit einem guten leben nicht zufrieden, denn wir menschen streben immer mehr nach höheren und besseren. und dass man dann den kindern ein elternteil vorenthält, das ist der tribut dafür. es ist doch prickelnder öfters den partner zu wechseln, als ständig mit ein und dem selben ins bett zu gehen. ich möchte den/diejenigen sehen, die jeden tag nur kartoffelsuppe essen wollen. wir sind eben menschen, brauchen abwechslung, auch nicht nur in sexueller hinsicht, in vielen hinsichten. medien sind doch unser ständiger begleiter und "tutschen" uns auch noch mit der nase darauf, dass das leben in freiheit besser wäre. ohne ballast, man braucht auf nix rücksicht zu nehmen. die katholische kirche würde von "soddom und gomorra" sprechen. aber auch nur deshalb weil die kirche sich dem fortschritt verschliesst. waren früher die spitzen aus politik, religion und Wirtschaft oftmasl massstäbe der moral, so hat sich auch dieses geändert. es gibt doch auch mittlerweile genügend fortschrittliche politiker, die öfters den partner wechseln als die unterhose. man könnte eigentlich von einer "swingeraera" reden, da die meisten partner eh nur hin -und hergewechselt werden. also warum sich dem fortschritt verschliessen???
PS: "soddom und gomorra" ist nichts zum essen, sondern lediglich ne redewendung von geistlichen
Paging