Die französische Regierung hat sich erstaunt über kolportierte judenfeindliche Bemerkungen eines algerischen Ministers mit Blick auf Staatschef Nicolas Sarkozy gezeigt. Der angeblich zitierte Politiker dementierte inzwischen.
Die Tageszeitung El Chabar hatte den algerischen Veteranenminister Mohammed-Scherif Abbas am Montag mit den Worten zitiert, "die jüdische Lobby" in Frankreich habe Sarkozy an die Macht gebracht. Sarkozys Mutter stammt aus einer jüdisch-griechischen Familie.
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"Sie kennen die Abstammung des französischen Präsidenten, und Sie wissen, welche Parteien ihn an die Macht gebracht haben", sagte Abbas dem Bericht zufolge. Als eigentlicher "Architekt" stehe "die jüdische Lobby" hinter Sarkozys Einzug in den Elysée.
Der französische Präsidentenpalast wies diese Äußerungen zurück. Sie entsprächen nicht "dem Klima des Vertrauens und der Zusammenarbeit", in dem die Regierung seinen Besuch in Algerien am Montag vorbereite, erklärte Außenamtssprecherin Pascal Andréani am Mittwoch.
Abbas selbst bestritt diese Äußerungen so getroffen zu haben. Er sei "sehr erstaunt und unzufrieden" mit den Äußerungen, die ihm zugeschrieben würden. Es handele sich um eine "verantwortungslose Spekulation".
Tatsächlich könne Algerien sich aber nicht vollständig mit Frankreich aussöhnen und normale Beziehungen zu ihm unterhalten, solange Paris sich nicht zu den Verbrechen bekenne, die es als Kolonialmacht in dem nordafrikanischen Land verübt habe.
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(AFP/odg)
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