Ein Führer der al-Qaida hat in einem Internetvideo auf die üblichen Todesdrohungen gegen die USA verzichtet - und stattdessen auf eine Demütigung George Bushs gehofft.

Ein Führer der extremistischen al-Qaida hat in einem Internetvideo den Wunsch nach einer Demütigung des US-Präsidenten George W. Bush ausgesprochen.

Anzeige

Gott möge Bush und seine Republikanische Partei erniedrigen, sagte Abu Jahja al-Libi in dem Video am Ende einer Predigt zum Fest des Fastenbrechens am Ende des Ramadans, das in diesem Jahr am 30. September war.

Libi ist einer der ranghöchsten Al-Qaida-Führer. Er wird in Afghanistan oder Pakistan vermutet. In seiner Predigt sagt er, möge der Zorn Gottes Bush treffen, den er in eine Reihe mit den Tyrannen der Geschichte stellte.

Das Video Libis ist die erste Veröffentlichung eines ranghohen Al-Qaida-Mitglieds in den letzten Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA. Ob die Veröffentlichung auf die Wahl abzielt, war jedoch unklar. Muslimische Würdenträger appellieren oft am Ende ihrer Predigt an Gott, er möge die Muslime auf den rechten Weg führen und ihre Feinde zerschlagen.

2004 war Al-Qaida-Chef Osama bin Laden kurz vor der Wahl in den USA in einem Video aufgetreten und hatte vor neuen Anschlägen wie am 11. September 2001 in New York gewarnt.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Pflicht zur Kür

Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...

(Reuters/gba)