Krach unter Amerika-Hassern: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad behauptet stets, die USA hätten die Anschläge vom 11. September 2001 inszeniert. Das nervt die Propaganda-Abteilung von al-Qaida gewaltig. In seinem Hochglanz-Werbemagazin mahnt das Netzwerk, Iran solle endlich mit den Verschwörungstheorien aufhören. Sie brächten den Terror in Misskredit.
Wer hätte gedacht, dass al-Qaida und die USA sich einmal so einig sein würden? Vor etwa drei Wochen gedachte Amerika der Opfer des 11. September 2001. US-Präsident Barack Obama trauerte am Ground Zero, der Gedenkstätte der Opfer des World Trade Centers, das an jenem Tag von zwei Flugzeugen zerstört wurde. Al-Qaida-Terroristen hatten die Maschinen gekapert und die verheerenden Anschläge verübt. Das ist zumindest die offizielle Version der Geschichte.
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Das Terrornetzwerk al-Qaida übt Kritik an Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad. (© EFE)
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Verschwörungstheoretiker sind anderer Meinung - einer ihrer prominenten Vertreter bekommt deshalb jetzt Ärger mit dem Terrornetzwerk: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Der hatte in der Vergangenheit wiederholt behauptet, die USA seien selbst für die Anschläge verantwortlich.
Zuletzt hatte Ahmadinedschad seine kruden Thesen Mitte September bei einem Auftritt vor den Vereinten Nationen vertreten. Auch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagte Ahmadinedschad, als Ingenieur sei er sicher: Allein durch den Aufprall der Flugzeuge hätten die Wolkenkratzer in New York nicht zum Einsturz gebracht werden können. Vielmehr müsse eine geplante Explosion stattgefunden haben.
"Wir hatten Erfolg, Iran jedoch nicht"
Die Aussagen sorgten für viel Wut - nicht nur in den USA, sondern offenbar auch bei den Drahtziehern von 9/11. Nun schlägt al-Qaida in seiner Propaganda-Postille Inspire zurück - und veröffentlicht eine bittere Abrechnung mit Ahmadinedschad. "Lächerlich", sei die Verschwörungstheorie des Iraners, heißt es in einem Kommentar. Sie widerspreche "jeder Logik und allen Beweisen".
"Al-Qaida, eine staatenlose Organisation unter Beschuss, hatte Erfolg, Iran jedoch nicht." Deshalb habe es Teheran offenbar nötig gehabt, al-Qaida und die Anschläge von 9/11 durch den Schmutz zu ziehen. "Und was wäre einfacher gewesen, als Verschwörungstheorien zu nutzen?", fragt der Autor.
"Wenn Iran es ernst meinen würde mit seiner Feindseligkeit gegenüber den USA, müsste es erfreut sein, wenn es einer anderen Einheit gelingt, dem großen Satan einen heftigen Schlag zu versetzen", schreibt der Kommentator. Jedoch sei Anti-Amerikanismus für Teheran nichts anderes als ein politisches Spiel: "Iran ist gegen Amerika oder kollaboriert mit Amerika, gerade so, wie es passt."
Gastbeitrag von Osama bin Laden
Die Abrechnung mit Ahmadinedschad findet sich auf Seite vier der Herbst-Ausgabe von Inspire. Das Hochglanz-Magazin erscheint in englischer Sprache und ist im Internet kostenlos als PDF herunterzuladen. Der Inhalt ist Terror-Propaganda, die junge Muslime animieren soll, dem Netzwerk beizutreten. Amerikanische Sicherheitsexperten vermuten die Herausgeber des Magazins im Jemen.
Das Titelblatt der Ausgabe ist mit einer künstlerischen Darstellung der zwei World-Trade-Center-Türme versehen - der eine gebildet aus Dollarzeichen, der andere aus Einsen und Nullen. Im Vorwort heißt es, das Heft sei den "großartigen Ereignissen der Kriegszüge von Washington und New York gewidmet", die einen Wendepunkt in der Geschichte bedeuteten. Zehn Jahre später sei es an der Zeit, zurückzublicken. Zwar sei Osama bin Laden tot, "aber seine Heldentaten leben weiter".
Direkt unter dem iran-kritischen Kommentar findet sich ein Gastbeitrag im Namen des Al-Qaida-Gründers Bin Laden, der am 2. Mai von amerikanischen Spezialeinheiten in Pakistan erschossen wurde. Darin fordert der Terrorist seine Leser auf: "Lasst es nicht zu, dass Amerika in euren Augen groß erscheint. Wir haben wiederholt zurückgeschlagen und sie mehrfach besiegt. Sie sind die größten Feiglinge."
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(sueddeutsche.de/woja)
Protest gegen dritte Startbahn
Ihre Eingangsfrage
"Wer hätte gedacht, dass al-Qaida und die USA sich einmal so einig sein würden?"
ist leicht zu beantworten: jeder, der 1 und 1 zusammenzählen kann und die Al CIAda schon immer als das sah, was es ist: eine Propagandaabteilung ("ich bin der Buhmann") der US-Deinste. Und insofern ist der Artikel zum Brüllen komisch. das "Hochglanz-Magazin" ist nicht etwa zurückzuverfolgen auf einen KONKRETEN Server mit einer konkreten IP-Adresse in einem KONKRETEN Staat? Bekanntlich schwirren IP-Adressen nicht in der gegend Internet frei umher, sondern sind an Kunden mit Namen und Adresse gebunden. Wer allerdings beginnt, sich damit zu befassen, und anfängt zu googlen, sich Quelltexte anzeigen läßt usw., steht prompt auf der Liste der CIA und dürfte genauere betrachtung erfahren durch diesen oder Partnerdienste. So züchtet mn "Terrorverdächtige", die dann wiederum die leere Hülle AlQaida mit Fleisch und Blut füllen können, wenn wieder Bedarf für terror besteht.
die Amerikaner scheinen ja den Satz "liebe Deine Feinde" sehr ernst zu nehmen, schliesslich vergleiche man einfach nur wieviel Geld die USA in den letzten 10 Jahren für ihre Freunde ausgegeben hat, und wieviel Geld aber für ihre Feinde !
Wie ist da die Rechnung ? 200 Milliarden zu 10 Billionen ... Wer also zu dem erlesenen Kreis der Feinde der USA gehört wird Teil einer gigantischen Geldumsetzungsmaschinerie.. und da wollten schon immer viele gern dabei sein..
Diese 9/11-Verschwörungstheoretiker kommen mir mittlerweile vor wie religiöse Eiferer: Obwohl die FAKTEN offensichtlich sind, halten sie sich lieber an jedem noch so kleinen Strohhalm fest, um ihre abstrusen Ideen weiterspinnen zu können.
@UCR2: WAS wäre denn "professionelles" Vorgehen im Irakkrieg und im "bisherigen Kampf gegen den Terror" gewesen? Wieso war das, was die USA hier bisher geliefert haben "stümperhaft"?
Allein die Vorstellung, die USA hätten im Rahmen einer der größten Verschwörungen aller Zeiten 9/11 selbstinszeniert ist einfach nur lachhaft. Wenn man sich das stümperhafte Treiben der USA im Irakkrieg und im bisherigen Kampf gegen den Terror anschaut, kann doch kein denkender Mensch ernsthaft glauben, die USA wären in der Lage so ein „Geheimnis“ auf Dauer geheim zu halten.
ucr
man holt mal wieder den Kai aus der Kiste--- äh den alkaida
gääähn
Paging