Der Begriff Coltan ist eine in Afrika gängige Kurzform für das Erz Columbit-Tantalit, auch Niobit-Tantalit genannt.
(SZ vom 17.6. 2003) - Wie einer der kostbarsten Rohstoffe Zentralafrikas sieht das schwarze, bröselige Mineral nicht gerade aus.
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Doch ohne Coltan würden unsere Mobiltelefone verstummen, unsere Laptops nutzlos werden. Aus ihm wird nämlich das begehrte Metall Tantal, dessen Name von der mythologischen Gestalt Tantalos hergeleitet ist, gewonnen.
Tantal wird wegen seiner großen Energiedichte auf kleinstem Raum und wegen seines hohen Schmelzwertes nicht nur für die Herstellung leistungsstarker Chips und Kondensatoren für Computer und Handys verwendet, sondern auch für die Produktion von Linsen für optische Geräte.
Coltan-Erz wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt, aber erst in den 50er Jahren begann man, das daraus gewonnene Tantal industriell zu nutzen.
Coltan kann sowohl in feinen Bröckchen als auch in richtigen Erz-Adern auftreten und wird unter- und übertage abgebaut.
80 Prozent der Weltvorräte in Afrika vermutet
Mehr als die Hälfte des industriell genutzten Coltans kommt derzeit aus Australien, doch 80 Prozent der Weltvorräte werden in Afrika vermutet - davon noch einmal 80 Prozent alleine in der Demokratischen Republik Kongo.
Auch in Kanada und Brasilien kann man das Erz finden. In Deutschland gibt es indes nur winzige Coltan-Vorkommen, eines davon am Kaiserstuhl in der Rheinebene.
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