Die Taliban zeigen sich vom Gesprächsangebot des aghanischen Präsidenten Karsai unbeeindruckt. Ein Ende der Gewalt ist nicht abzusehen.
Die radikalislamischen Taliban haben ein Verhandlungsangebot des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zurückgewiesen. Sie würden nicht mit der Regierung in Kabul verhandeln, bevor die ausländischen Truppen aus Afghanistan abgezogen seien, sagte ein Taliban-Sprecher am Sonntag.
Ein Selbstmordattentäter riss am Samstag 30 Menschen mit in den Tod. (© Foto: dpa)
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Karsai hatte am Samstag erstmals Bereitschaft zu Verhandlungen mit dem Taliban-Anführer Mullah Omar und dem radikalislamischen Milizenchef Gulbuddin Hekmatjar gezeigt. "Wir sind bereit, mit allen Afghanen zu sprechen", anwortete Karsai auf die Frage, ob er mit Mullah Omar und Hekmatjar verhandeln würde. "Was wir wollen, ist ein umfassender Frieden in Afghanistan. Wenn wir ihn dadurch erreichen, sind wir dazu bereit".
Die US-Regierung hat auf Hekmatjar und Mullah Omar ein millionenschweres Kopfgeld ausgesetzt. Hekmatjar ist Chef des Islamisten-Netzwerkes Hisb-i-Islami, das gemeinsam mit den Taliban und anderen Gruppen gegen die Regierung von Karsai kämpft.
Karsai hatte zudem radikalislamischen Extremisten Posten in der Regierung in Aussicht gestellt, um ihren Aufstand zu beenden.
Der Präsident hat die Taliban in den vergangenen Wochen wiederholt zu Verhandlungen aufgefordert. "Warum zerstören Sie das Land", fragte er am Samstag an die Adresse Omars und Hekmatjars.
Bei einem der blutigsten Anschläge seit dem Sturz der Taliban hatte ein Selbstmordattentäter kurz zuvor 30 Menschen mit in den Tod gerissen, 30 weitere wurden verletzt. Zu der Bluttat in der Hauptstadt Kabul bekannten sich die Taliban.
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(AP/AFP)
"Da wie "woksoll" zu triumphieren, dass die "NATO verloren" habe, und so zu tun, als
seien die westlichen Truppen die grossen Menschenschlaechter und nicht etwa
ihre Gegner, ist so geistlos wie verlogen."
Ja, ja, Die Russen hatten für Afghanistan auch Durchhalteparolen. Und die 6. Armee des General Pauli auch.
So Durchhalteprediger wie Sie gibt es immer. Aber Sie lügen.
Die NATO hat ganz Afghanistan überfallen. Sie hat die Taliban-Regierung nicht anerkannt und behauptet, si emüsse sich "sebstverteidigen". Leider wurde der Herr bin laden nach sechs jahren immer noch nicht gefangemn. Aber die NATO kauft Sendezeit im afg. Radio, dass sie den Opium-Bauern nicjht an die Ernte will.
Und letzte Woche haben NATO-Verbände 300 Afghanen abgeschlachtet. 10 % der Toten vom WTC in einer Woche von sechs Jahren.
Und das Ergebnis: Das Abschlachten führt zu Hass auf den Westen, der sich immer wieder in Anschlägen wie dem WTC entladen wird. Die NATO hat den Zynismus der kommunistischen Russen übernommen. Sie produziert Leichen anstatt Frieden.
Und deswegen wollen 50% der Deutschen nicht den Afghanistan_Einsatz den Bundeswehreinstaz nicht verlängert, wie Struck ängstlich bemerkt hat, und die Kanzlerin für das Abschlachten vorschicken will. Aber es werden mehr werden, die das Töten ablehnen werden. So wie die Deutschen nicht in die Massaker mit den Irak wollten. Sie werden schon sehen.
Trotz aller vorkomenden Fehlleistungen und Uebergriffe:
Die NATO fuehrt keinen Krieg gegen ganz Afghanistan. In einem solchen Fall wuerde
man jeden Widerstand plattmachen. Und auch Zivilisten nicht schonen. Das waere
eine einfachere Kreigfuehrung.
Analoges gilt im Irak.
Da die Kriegfuehrung im Prinzip alle unbeteiligten Zivilisten verschonen will, ist der
Kampf gegen Gegner, denen voellig egal ist, wen sie umbringen, und die Zivilisten als
Schutzschild missbrauchen, so schwierig.
Da wie "woksoll" zu triumphieren, dass die "NATO verloren" habe, und so zu tun, als
seien die westlichen Truppen die grossen Menschenschlaechter und nicht etwa
ihre Gegner, ist so geistlos wie verlogen.
leider muss ich Ihnen weitestgehend recht geben.
Aber die fremden Truppen aus Nato-Laendern sind in Afghanistan, weil sie sich durch
etliche grossse Terroranschlaege sehr bedroht fuehlten, deren logistische Basis
sie in Afghanistan vermuteten, was ja wohl auch zutraf.
Viele bei uns, auch derjenigen, die den Militaereinsatz befuerworten, wuerden lieber
nur beim friedlichen Aufbau helfen, in Zusammenarbeit mit vertrauenswuerdigen
Repraesentanten des afghanischen Volkes.
Aber wie kann man das schaffen??
Wahrscheinlich hat die kommunistische Regierung Nadschibullah die Menschen
besser behandelt als alles, was danach kam.
Der einaeugige Antikommunismus der US-Aussenpolitik, durch den viele
Stellvertreter-Kriege angezettelt oder unterstuetzt wurden, hat sicher viel Unheil
angerichtet. Und haette man dem Schah nicht zur Macht verholfen, waere der Iran
vielleicht heute demokratisch, und die ganze Region saehe anders aus.
Dennoch macht es keinen Sinn, deswegen diesen Terrorismus gegen den Westen
zu unterstuetzen. Die westliche Demokratie funktioniert nur leider auch nicht so
gut, wie man es sich wuenscht. Viele einfache Buerger in den USA sehen nur den
Terrorismus, u.a. die zwei Anschlaege auf das WTC, aber sind sich ueber die
fragwurdigen Zuege der Aussenpolitik insgesamt nicht im klaren. Halten sowas
fuer antiamerikanische Hetz-Propaganda. Die Demagogie von Fox Channel traegt
Fruechte.
Gegen den Terrorismus und seine Hauptunterstuetzer sich wehren, das muss man.
Aber gleichzeitig viel mehr in den friedlichen Aufbau investieren.
Ueberall in Afghanistan. Es darf nicht ein gigantischer militaerisch-zerstoererischer
Aufwand getrieben, aber nur relativ viel weniger in zivile aufbauende Projekte
investiert werden.
Nur so kann man allmaehlich den Einfluss der einzelnen "Warlords" zurueckdraengen.
Denke ich. Es muss natuerlich immer vor Ort mit vertrauenswuerdigen
Einheimischen ein erfolgversprechendes Konzept erarbeitet werden. Aber wie??
Wenn man nur einen Teil der Ressourcen, die der ungerechtfertigte Irak-Krieg
verschlungen hat und noch verschlingt, stattdessen fuer Afgahanistan zur
Verfuegung gehabt haette, haette man dort bis jetzt wohl viel mehr erreichen koennen.
Das ursprüngliche Zeil, Herrn bin Laden, das Ziehkind der CIA aus Saudi-Arabien, zu fangen, ist bei den vielen US-Massakern völlig aus den Augen gekommen.
Den Süden können die bestbewaffneten Elite-Truppen der Welt nicht in den Griff bekommen. Miltärisch sagt man: dem Gegner den Willen aufzwingen. Seit sechs Jahren nicht!
Und jetzt haben die Afghanen, die Eingeborenen, die von den USA Taliban genannt werden, damit keiner bei deren Massenabschlachtung (letzte Woche über 300) sich empört, im Süden wieder die überhand.
Und erst jetzt streckt Karsai nach der Niederlage die Hand zur Verhandlung aus.Nachdem die die Taktik aus dem Irak übernommen haben, die die dortigen Widerständler entwickelt haben, nach dem die US-Truppen ihnen den Weg freigebomt haben mit Ihrem Regimechange-Wahn und ihren Losergestalten, die für wenig Dollar die Rambo-Jobs machen, Gefangene und Kinder sexuell missbrauchen.
Jetzt merken die Afghanen aber, dass sie wieder kurz davor sind, wo sie ind en letzten 2.500 Jahren mit jedem Agressor hingekommen sind: bald schmeissen sie die Amis raus. Inklusive der willigen Helfer, die die Amis beim Massakrieren der Bevölkerung supporten oder besoffen als Eliteeinheit irgendwo abhängen und auf die Heroin-Produktion aufpassen: 8.200 t Opium bei Spitzenhektarerträgen von 42 kg/ha. Offenbar ist die Bundeswehr wenigstens zur Bewachung des Opium-Anbaus nützlich. Wenn man schon dme überfallenen Land nicht militärisch den Willen aufzwingen kann, tschuldigung: sich selbst verteidigen kann in NATO-Neusprech.
Die Jungs sollten raus. So schnell wie möglich. Sie müssen nicht erst die 10 Jahre voll machen wie die Russen. Wer will schon sein wie die dumpfbackigen Kommunsten?
Am Rande: die Kanzlerin reicht es, und wird um das Durchhaltegegackere von Struck wenig geben. Es gibt keine miltärischen Ziele, die man in sechs Jahren erreicht hat oder erreichen könnte. Was soll dann ausländisches Besatzermilitär da? Rüstunsgforschung? Mohnanbau? ölpipelines bauen, die sich die Investoren längst nicht mehr trauen?
n ihren diversen Kämpfen hatten die USA schon einmal die Mujaheddin unterstützt: zwischen 1979 und 1989, damals im Kampf gegen den Kommunismus. Im Kampf gegen den Terrorismus reinthronisierten sie nun die Kriegsherren, die nach dem Sowjetrückzug einen blutigen Bürgerkrieg ausfochten, geprägt von sadistischen Menschenrechtsverbrechen und Drogenhandel im großen Stil. Kriegsverbrecher wie Abdul Rabb al-Rasul Sayyaf, Führer der Partei "Ittihad-e Islami" und Berater von Präsident Hamid Karzai, Burhanuddin Rabbani, einstiger afghanischer Präsident, dessen Mujaheddin-Partei "Jamiat-e Islami" sich mit anderen Gruppierungen 1996 zur berüchtigten Nordallianz zusammen geschlossen hatte, oder Yunus Qanooni, ein Terrorherrscher der Nordallianz und neuerdings Afghanistans Parlamentssprecher.
Bislang ist die bittere Wahrheit, dass das afghanische Volk vor dem 11. September unter einer fundamentalistischen Bande zu leiden hatte. Seither leiden wir unter mehreren fundamentalistischen Banden: kriminelle Sunniten und diverse radikal-islamistische Schiiten-Parteien, die alle von den USA unterstützt werden. Die ausländischen Truppen im Land sind nur damit beschäftigt, eine fundamentalistische Gruppe zu unterdrücken, damit die anderen weiterhin imstande bleiben, afghanische Männer und vor allem Frauen zu unterdrücken.
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