Zwei Mitarbeiter einer französischen Hilfsorganisation sind in Afghanistan entführt worden. Die beiden wurden im Schlaf überrascht.

In Afghanistan sind zwei Mitarbeiter einer französischen Hilfsorganisation entführt worden. Die beiden Franzosen wurden am Freitag in den frühen Morgenstunden in ihrem Haus in Nili in der zentralen Provinz Day Kundi von einer Gruppe Bewaffneter aus dem Schlaf gerissen und entführt, wie die Hilfsorganisation Action Contre la Faim (ACF) mitteilte.

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Die Eindringlinge hatten zuvor vor dem Haus postierte Wachleute überwältigt. Nach Informationen von ACF sind beide Mitarbeiter am Leben.

Das Außenministerium in Paris bestätigte die Entführung und richtete umgehend einen Krisenstab ein. Bei den Mitarbeitern handelt es sich ACF zufolge um zwei Freiwillige. Die Organisation hat sofort nach dem Bekanntwerden der Entführung ihre Arbeit im Land zunächst ausgesetzt. ACF "verurteilt den kriminellen Akt, der erneut alle Akteure der humanitären Hilfe trifft und damit die Unterstützung der Zivilbevölkerung gefährdet".

Ob islamische Extremisten der Taliban oder Kriminelle, die auf diesem Weg Lösegeld erzielen wollen, hinter der Tat stehen, war zunächst völlig unklar.

In Afghanistan wurden seit vergangenem Jahr auch mehrere Deutsche entführt. Im Juli 2007 wurden zwei deutsche Bauingenieure zusammen mit fünf afghanischen Kollegen in der Provinz Wardak von Kämpfern der Taliban verschleppt. Der 43-jährige Rüdiger Diedrich wurde wenige Tage nach der Entführung erschossen aufgefunden.

Der zweite Ingenieur, Rudolf Blechschmidt, wurde im Oktober nach fast drei Monaten Gefangenschaft von seinen Entführern freigelassen. Mit ihm wurden auch seine entführten afghanischen Begleiter auf freien Fuß gesetzt.

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(AP/ssc)