Bei heftigen Kämpfen mit Taliban sind im Norden Afghanistans vier deutsche Soldaten zum Teil schwer verwundet worden. Offenbar war es ein gezielter Angriff auf die Bundeswehr.
Bei harten Gefechten mit Aufständischen sind am Donnerstag nahe der nordafghanischen Stadt Kundus vier deutsche Soldaten zum Teil schwer verwundet worden. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam schwebten die Soldaten am Nachmittag nicht ins Lebensgefahr. Sie wurden mit Hubschraubern ins Rettungszentrum des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) in Kundus geflogen. Ihr Zustand sei stabil, sagte ein Sprecher.
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Bei dem Feuergefecht wurden nach Angaben der Bundeswehr mindestens drei der Angreifer getötet. Die Gefechte waren so schwer, dass die Einsatzführer Luftunterstützung durch Kampfflugzeuge anfordern mussten.
Die vier Verwundeten gehörten zu einer Einheit von mehr als 100 Bundeswehr-Soldaten, welche die afghanische Armee bei einer Operation gegen Aufständische begleitete. Auch ein amerikanisches Beraterteam nimmt an dem Einsatz teil, bei dem offenbar gezielt nach Verdächtigen gefahndet wird und der am Donnerstag noch andauerte.
Zum Zweck der Operation sagte ein Bundeswehrsprecher nur, sie diene dazu, in der Zeit nach der Präsidentenwahl vom 20. August die Sicherheit zu erhöhen.
Der Angriff der Aufständischen im Distrikt Dascht-e-Archi, etwa 60 Kilometer nordöstlich von Kundus, ereignete sich kurz nach 11 Uhr Ortszeit. Er richtete sich den Angaben zufolge gezielt gegen die deutschen Soldaten. Eine unbekannte Zahl von Angreifern beschoss die Soldaten mit Handfeuerwaffen und Panzerfäusten. Die Deutschen erwiderten das Feuer und töteten mindestens drei Aufständische.
Unterdessen wurden bei einem gescheiterten Raketenangriff auf Kabul nach Angaben des afghanischen Innenministeriums in der Nacht zum Donnerstag fünf Taliban-Kämpfer getötet. Eine der Raketen sei vorzeitig detoniert, als die Aufständischen versucht hätten, die Raketen nordöstlich der afghanischen Hauptstadt in Stellung zu bringen. Spanische Soldaten töteten bei einem schweren, sechs Stunden dauernden Gefecht bei der Ortschaft Sabzak im Zentrum von Afghanistan 13 Taliban-Rebellen.
Die spanischen Soldaten gehörten zu einer Sondertruppe, die die Abhaltung der Wahlen in Afghanistan absichern sollte. Bei einem Bombenanschlag in der südlichen Provinz Helmand kam am Mittwoch ein britischer Soldat ums Leben. Die Gesamtzahl der am Hindukusch getöteten Briten stieg damit auf 211 und liegt höher als im Irak.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 04.09.2009/dmo)
ICE-Strecke
Na ist doch aus militärischer Sicht eine prima Bilanz. 4 Verletzte auf unserer Seite - 3 Tote auf der anderen Seite. Da kann man doch nur gratulieren. Macht weiter so und bald werdet ihr die Taliban damit alle beseitigt haben. Die Zahl der Toten muss aber noch ein wenig erhöht werden. Spanischt Quoten wären da ganz gut, sonst wachsen die schneller nach, als sie erschossen werden. Das würde den Einsatz doch erheblich in die Länge ziehen!
In der Armee gibt es einen Leitsatz: "Bevor man jemanden Aufbauen kann muss man ihn brechen!"
Und daran wird ja gearbeitet. Dieser "Nichtkrieg" ist militärisch nicht zu gewinnen. Ihr Mächtigen der Welt: Verheizt nicht sinnlos Menschen.
(Anmerkung: Während des Irak-Krieges haben US-Journalisten festgestellt, dass nur einer der Söhne/Töcchter sämtlicher US-Abgeordneten und Senatoren als Soldat diente. Tja, aus der Entfernung gesehen ist jeder Krieg schön)
"Eine Koalition mit der Linken auf Bundesebene kommt nicht in Frage, da die Linke Auslandseinsätze der Bundeswehr strickt ablehnt und den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan fordert".
Da ist die Linke leider noch ganz alleine mit dieser Forderung. Was ist aus den Grünen nur geworden?
Hier und schon viele male zuvor kann man lesen was diese "vernüftige" Außenpolitik für Konseqenzen hat. Sie bringt Leid auf allen Seiten. Zur reinen Leichen- und Verletztenzählung kommen noch zig tausende die durch das Erlebte ihr lebenlang traumatisiert sein werden. Äußerst "vernünftig" ist das alles...
Der Afghanistankrieg war schon am ersten Tag verloren. Man kann die Menschen dort nicht unter US Führung zwangsdemokratisieren. Die Gesellschaftsstruktur in der Region der Welt ist dafür einfach nicht gemacht. EIne Monarchie ginge da schon eher... War das nicht so gar 2001 kurzzeitig vom ehemaligen Monarchen des Landes angesprochen worden, oder täsche ich micht? Hätte man dahmals doch nur mal denen zugehört, die das Lad kennen, bevor man einen Manager aus dem Ölbussines als "demokratischen" Präsidenten installiert...
an ihre Angehörigen. Hoffen wir, dass sie keine bleibenden Schäden davon tragen.
Die Frage, die sich allerdings für mich stellt, welchen Sinn hat das. Man höre auf den Mist zu verbreiten, es gehe um uns am Hindukusch, das Märchen glaubt kein Mensch mehr. Wenn man Terrorcamps betreiben will, kann ich mehrere Länder nennen, wo es problemlos möglich wäre ( eines davon ist die USA selbst).
Was Afghanistan braucht sind keine Soldaten sondern vertrauensbildende Massnahmen und ein Regierungssystem, welches von den Menschen dort angenommen wird. Und das ist doch nicht der Fall unter der "Demokratie", die heute dort herrscht. Sind wir ehrlich. Wir sind in Afghanistan so beliebt wie die Russen vorher.
Die Leidtragenden und deren Angehörige sollen sich an Struck ( SPD ! ) wenden, der mit seiner Mär " Unsere Demokratie am Hindukusch verteidigen " den Kriegseintritt der BRD herbeigeredet und geebnet hat. An die Urheberschaft will er und seine SPD nicht gerne erinnert werden, ist aber eine historische Tatsache. Man muss sich allerdings beeilen, da Struck heute als Parlametarier verabschiedet und in den "wohlverdienten Ruhestand" geht. Hoffentlich kann er ruhig schlafen !
Paging