Afghanistan US-Armee lässt Kopfgeldjäger für sich arbeiten

Die US-Streitkräfte in Afghanistan haben eingeräumt, mit einer Gruppe amerikanischer Kopfgeldjäger zusammengearbeitet zu haben.

Ein afghanischer Gefangener ist von dem Chef der Kopfgeldjäger-Gruppe, Jonathan Idema, an die amerikanischen Streitkräfte übergeben und in Gewahrsam genommen worden. Dies bestätigte ein Sprecher der US-Armee am Donnerstag in Kabul.

Idema und zwei weiteren Amerikanern wird in Kabul der Prozess gemacht. Sie sollen afghanische Zivilisten als angeblich Terrorismusverdächtige gefangen gehalten und gefoltert haben.

Idema hatte am Vortag am Rande einer Gerichtsanhörung betont, seine Gruppe habe mit Unterstützung der US-Regierung gehandelt. Die US-Streitkräfte hatten bisher bestritten, dass Idema in ihrem Auftrag gearbeitet habe.

Der Armeesprecher sagte am Donnerstag, der von Idema übergebene Terrorverdächtige habe sich nach rund einem Monat in Gefangenschaft als unschuldig herausgestellt. Er sei Anfang Juni freigelassen worden.

Die von den USA auf die Ergreifung von Terroristen wie Osama bin Laden ausgesetzten Belohnungen sollen zahlreiche Kopfgeldjäger nach Afghanistan gelockt haben.