Aufständische fordern in Afghanistan Nato-Truppen zum offenen Kampf heraus - sogar die Hauptstadt Kabul ist fast umzingelt.
Sie hören nicht auf, sie kämpfen weiter, sie töten und sterben in großer Zahl. Als am Mittwoch in Kabul der eilig aus Paris angereiste Präsident Nicolas Sarkozy der am Vortag gefallenen zehn französischen Soldaten gedachte, da forderten die Taliban die internationalen Truppen schon wieder im Osten des Landes heraus.
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Afghanistans Präsident Hamid Karsai ist auf dem Tiefpunkt seiner Macht. Nicolas Sarkozy und er machten am Mittwoch gute Miene zum bösen Spiel der Taliban. (© Foto: dpa)
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Mindestens 20 Tote wurden aus den Provinzen Khost und Paktika gemeldet, allesamt Aufständische, und auch aus dem Norden berichtete die Bundeswehr von einem Feuergefecht.
Doch an Kämpfern scheint es den Taliban und ihren Verbündeten nicht zu mangeln. Trotz beständig schwerer Verluste, die von der Nato-geführten Isaf-Truppe wie Siegesmeldungen verkündet werden, rücken die Koran-Krieger immer weiter vor.
Und wer die Schauplätze der jüngsten Anschläge und Angriffe auf der Landkarte einträgt, kommt zu einem alarmierenden Befund: Kabul, die Hauptstadt des neu zu bauenden Afghanistan, scheint von den alten Kräften fast umzingelt zu sein.
Die Pflicht des Präsidenten
Keine 50 Kilometer östlich von Kabul hatte am Montagabend Frankreichs blutiges Debakel begonnen. Die Soldaten waren im Bezirk Surobi in einen Hinterhalt von etwa 100 Kämpfern geraten, die Gefechte dauerten einen ganzen Tag. Frankreichs Armee hatte den Einsatz in dieser Gegend erst kürzlich von den US-Truppen übernommen, nachdem Sarkozy auf Bitten der Nato das französische Afghanistan-Kontingent um 700 auf 2600 Mann aufgestockt hatte. Nun sieht sich der Präsident offensichtlich in der Pflicht, auch in Zeiten schmerzhafter Rückschläge die Fahne hochzuhalten.
"Die beste Weise, euren Kameraden die Treue zu halten, ist es, weiterzumachen, den Kopf zu heben, professionell zu handeln", mahnte Sarkozy am Mittwoch bei der Trauerfeier in Kabul. Vom notwendigen Kampf gegen den internationalen Terrorismus und für "die Freiheit der Welt" sprach er. In Zeiten tiefster Verletzung wollte er ein Zeichen der Unbeugsamkeit setzen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie die Taliban systematisch mit Anschlägen gegen ausländische Soldaten vorgeht.
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Parteispender 2010
Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
Irgendwie hängen die Kaukasuskrise und der Krieg gegen die Taliban wohl doch zusammen, denn irgendeinen Erfolg muss die NATO doch demnächst noch erringen.
Ein Szenario, das vorsieht, von Georgien aus sowohl den Konflikt mit dem Iran wie auch den mit Russland zu forcieren, scheint nicht mehr ausgeschlossen.
Völkermörder zu retten ist ausserdem viel schöner, als sich von Taliban besiegen zu lassen.
Hier verteidigen Menschen ihre Heimat, so absurd ihre Werte und Ideen auch erscheinen mögen. Und die Besatzungstruppen verteidigen irgendeine nicht realistische Version "des Guten" - einen Pseudo-Demokratismus. Die Taliban rekrutieren Menschen, bei denen das Hier und Jetzt wenig zählt. Die Besatzungstruppen wissen nicht wirklich, warum sie da sind. Das kann nicht gut gehen...
sollten mal mit Peter Scholl-Latour ein Glas Wein trinken und danach ihre Entscheidungen überdenken.
Mehrheit der Franzosen für Rückzug aus Afghanistan
Paris (dpa) - Nach dem Tod von zehn ihrer Soldaten in Afghanistan ist eine klare Mehrheit der Franzosen für den Abzug ihrer Truppen vom Hindukusch. In einer CSA-Umfrage für die Zeitung «Le Parisien» unterstützten 55 Prozent die Aussage, man müsse die Truppen heimholen, weil Frankreich in einem Konflikt versinke, den es nicht im Griff habe. Nur 36 Prozent schlossen sich der Haltung der Regierung an, man solle den Einsatz fortsetzen, weil die Truppen am Kampf gegen den internationalen Terrorismus teilnähmen.
© sueddeutsche.de - erschienen am 22.08.2008 um 08:50 Uhr
der europäischen Koalition der Willfährigen laufen die Völker davon... sofern sie je hinter ihnen standen..
Sie haben noch immer eine Lizenz zum Schreiben?
Zitat:
"Die Taliban schlagen also Profit aus dem Chaos, für das sie eigentlich verantwortlich gemacht werden müssten."
Genau. Die haben Pakistan aufgemischt, die sind für die angebliche Atomproblematik, also die Bedrohungsanalyse Israles gg. Iran zuständig, die kurven mit ihren Schiffen im Persischen Golf rum. Die taliban haben den Irak aufgerüstet mit Massenvernichtungswaffen und Ali Baba aus der Höhle heraus mit fliegenden Teppichen New York angreifen lassen.
So sind sie, die taliban. Nur die USA und andere Willi bzw. Willige veruchen Ruhe in den Raum zu bringen, für Frieden, Wohlstand und Bildung zu sorgen.
Ihr Namensvetter -hausen erzählte auch solch tolldreiten Stücke.
Paging