Der zweite in Afghanistan entführte Deutsche ist nach Angaben der radikalislamischen Taliban "sehr krank" und ohne medizinische Versorgung. Wie zuverlässig diese Meldungen sind, ist unklar. Angeblich ist der Aufenthaltsort des Entführten bekannt - dank der Unterstützung durch Bundeswehr-Tornados.
Der zweite in Afghanistan entführte Deutsche ist nach Angaben der radikalislamischen Taliban "sehr krank". Der Mann leide an Diabetes und verliere immer wieder das Bewusstsein, sagte Talibansprecher Jussuf Ahmadi am Dienstag. Die Aufständischen hätten jedoch keine Medikamente. "Deswegen können wir ihm nicht helfen", so Ahmadi. Aufgrund ihres Gesundheitszustandes werde die Geisel meistens auf einer Trage von einem Ort zum anderen gebracht.
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Ein "Tornado" der Bundeswehr im Einsatz in Afghanistan. (© Foto: ddp)
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Es gibt allerdings Zweifel daran, dass sich die Geiseln jemals in der Hand der Taliban befanden. Experten vermuten, dass die Entführung auf einen Stammeskonflikt mit kriminellem Hintergrund zurückgeht und die Taliban die Geiselnahme für ihre Zwecke instrumentalisieren.
Der nun angeblich erkrankte Deutsche war zusammen mit einem inzwischen verstorbenen weiteren Deutschen und fünf Afghanen am vergangenen Mittwoch in der Provinz Wardak südwestlich von Kabul verschleppt worden. Die Glaubwürdigkeit der Taliban leidet auch dadurch, dass Sprecher Ahmadi am Montag Angaben vom Wochenende korrigiert hatte, wonach beide deutsche Geiseln tot seien.
Unterdessen gab eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes bekannt, dass der Leichnam des in afghanischer Geiselhaft gestorbenen deutschen Ingenieurs am Mittwoch nach Deutschland überführt werden soll. Durch eine Obduktion solle dann am Donnerstag geklärt werden, ob der Mann durch Schussverletzungen oder Erschöpfung ums Leben kam. Ursprünglich war die Überführung des Leichnams bereits am Montag erwartet worden.
Einem der entführten Afghanen gelang die Flucht. Als Bedingung für die Freilassung der fünf Geiseln hatte Ahmadi am Dienstag die Freilassung von zehn Taliban-Kämpfern durch die afghanische Regierung genannt.
Die deutsche Bundesregierung bemüht sich unterdessen weiterhin intensiv um die in Afghanistan entführte deutsche Geisel. Konkrete Angaben zum Stand der Verhandlungen wollte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin am Dienstag nicht machen.
Auch Informationen, wonach Bundeswehr-Tornados zur Lokalisierung der Geiselgruppe um den deutschen Bauingenieur geholfen haben, wollten weder das Außen- noch das Verteidigungsministerium bestätigen. Nach Berichten der ARD vom Montagabend ist der Aufenthaltsort des Entführten den Behörden bekannt.
In der Debatte um eine stärkere Beteiligung der Bundeswehr an der Nato-geführten Afghanistan-Schutztruppe Isaf äußerte sich das Verteidigungsministerium zurückhaltend. "Wir sollten erst mal versuchen, die Aufgaben zu optimieren, die wir mit dem bisherigen Personal erfüllen können, dann wird man über Weiteres beraten können", sagte Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt (CSU) im ARD-"Morgenmagazin".
Mehr Bundeswehrsoldaten als "eine wunderbare Ergänzung"
Deutschland stelle derzeit etwa 3000 Soldaten für den Isaf-Einsatz zur Verfügung, hinzu kämen bis zu 500 für den Tornado-Einsatz. Er sei dafür, nichts am bestehenden Bundeswehr-Mandat zu verändern.
Der Kommandeur der Isaf, US-General Dan McNeill, hatte in einem ARD-Hörfunkinterview gesagt, er wünsche sich mehr Soldaten auch aus Deutschland. Ein bis zwei Bataillone der Bundeswehr, also etwa 500 bis 1000 Soldaten, wären eine "wunderbare Ergänzung". Insgesamt sind derzeit 36.000 Isaf-Soldaten im Einsatz.
Bei Kämpfen in Afghanistan starben in den vergangenen zwei Tagen sechs Soldaten der Nato-geführten Truppen. Vier Militärs seien bei einer Explosion während eines Einsatzes im Osten des Landes umgekommen, sagte eine Sprecherin der Nato. Die Nationalität der Soldaten nannte sie nicht. Bei einem Zwischenfall im Süden Kabuls sei zudem ein norwegischer Soldat getötet worden. Bereits am Sonntag starb ein Nato-Angehöriger in einem Hinterhalt in der östlichen Provinz Kunar.
Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben vom Montag bei Gefechten im Süden Afghanistans mehr als 50 Extremisten getötet.
SPD-Politiker will deutsche Soldaten in den Süden schicken
Unterdessen sprach sich der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold dafür aus, dass deutsche Soldaten in Afghanistan von ihnen ausgebildete Einheiten der afghanischen Armee auch in den Süden des Landes begleiten dürfen. "Ich bin dafür, das generelle Verbot aufzuheben", sagte Arnold der Frankfurter Rundschau. Vielmehr müsse in jedem Einzelfall entschieden werden, ob Ausbildungsstand und Einsatzart eine solche Begleitung verantwortbar erscheinen ließen.
Der Bundestag stimmt im Herbst über drei Mandate ab: die Beteiligung an der Isaf-Truppe, den Einsatz von Tornados sowie die Teilnahme am US-geführten Antiterrorkampf der Operation Enduring Freedom.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/AFP)
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Eigentlich könnte der sog. SPD-Vert.experte ja auch vorschlagen,
dass jedes Schulkind in Afghanistan Anspruch auf Begleitschutz durch die Bundeswehr hat.
So lässt sich total Verkehrtes gut verpacken.
Wird eine Nachricht total zerpflückt, verpufft ihre Wirkung.
Wird eine Nachricht überhaupt nicht zerpflückt, soll sie einen ganz bestimmten Zweck erfüllen.
Da sich dies nun bis zu uns herumgesprochen hat, ist der nächste Schritt tatsächlich:
Geheimcode. Sorry. Natürlich eine Verschwörungstheorie, und ich bin außerdem internetsüchtig. Nichts drauf geben.
...In der Debatte um eine stärkere Beteiligung der Bundeswehr an der Nato-geführten Afghanistan-Schutztruppe Isaf äußerte sich das Verteidigungsministerium zurückhaltend. "Wir sollten erst mal versuchen, die Aufgaben zu optimieren, die wir mit dem bisherigen Personal erfüllen können, dann wird man über Weiteres beraten können, sagte Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt(CSU)....
Eigentlich war das Szenario zu erwarten, um das Fehlen sinnvoller Politik zu verbergen und weiter martialische Hilflosigkeit, die nur mit immer mehr desselben reagieren kann, breitbeinig zu demonstrieren.
Krieg muss sich finanziell ungeheuer lohnen!
Gestern haben angeblich die "Taliban" (dass scheint eine Sammelbezeichnung für alle Gauner an der HKL der Demokratie zu werden) die Erschiessung gemeldet. Heute angeblich was anderes.
Wer lutscht sich solche "Nachrichten" eigentlich aus den Fingern? Vorgestern war ein anderer entführte Detsucher angeblich an einer Herzattacke gestorben (lt. aA), wurde aber mit Kopfschuß aufgefunden.
Hier wird doch versucht, mit offiziellen Fehlinformationen Politik zu machen.