Über die in Kabul festgehaltenen Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Shelter Now" soll gemäß der Scharia entschieden werden.
Dies erklärte am Mittwoch der Außenminister der in Afghanistan regierenden radikalislamischen Taliban, Wakil Ahmed Muttawakil. "Nach Abschluss der Ermittlungen geht der Fall an das Gericht und das Gericht wird gemäß der Scharia entscheiden", sagte er.
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Die Taliban werfen den festgenommenen vier Deutschen, zwei Amerikanerinnen und zwei Australier verbotenen Missionierungstätigkeit vor. Mit ihnen wurden auch 16 afghanische Mitarbeiter festgenommen.
Die Taliban haben nach ihrer Machtergreifung in Afghanistan ein eigenes Oberstes Gericht eingesetzt, das die Einhaltung ihrer strengen Vorschriften hinsichtlich Bekleidung, Haartracht, Geschlechtertrennung und Verzicht auf "weltliche Zerstreuungen" mit Schärfe überwacht.
In dem islamischen Staat wird die Todesstrafe angewendet, teilweise werden Verurteilte öffentlich gesteinigt. Dieben wird, ebenfalls öffentlich, die rechte Hand abgehackt.
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