Wenn es um den Einsatz deutscher Soldaten in Südafghanistan geht, beharrt Merkel auf ihrem klaren Nein - und riskiert Streit mit dem Bündnispartnern.
Drei Wochen vor dem Gipfel der Nato in Bukarest ist der Konflikt zwischen Deutschland und dem Bündnis über die Strategie für Kriseneinsätzen auf höchster Ebene offen zutage getreten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte die Nato-Staaten am Montag in Berlin in einer Grundsatzrede auf, das Militär besser mit zivilen Kräften zu vernetzen. Die Nato sei die zentrale Säule der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik, müsse aber auf eine "lange Liste von Fragen", Antworten geben, sagte Merkel bei einer Tagung von Führungskräften der Bundeswehr.
Bundeskanzlerin Angela Merkel will auf keinen Fall deutsche Truppen in den gefährlichen Süden Afghanistans schicken. (© Foto: Reuters)
Anzeige
Sie betonte, Deutschland werde in Afghanistan weiter im Norden bleiben und keine Soldaten im umkämpften Süden einsetzen. Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer stimmte Merkel auf der Kommandeurtagung grundsätzlich zu, dass die Nato sich von einem rein militärischen Bündnis wegbewegen müsse. Er sagte auch, die Soldaten der Nato müssten "Kämpfer und Diplomaten zugleich" sein.
Er ließ aber deutliche Zweifel an der deutschen Position in Afghanistan erkennen. Öffentliche Schuldzuweisungen über angeblich unzureichendes Militärengagement in Afghanistan führten selten zu dem Ergebnis, das man haben wolle, sagte er mit Blick auf Forderungen in der Nato, Deutschland solle Soldaten auch im Süden einsetzen.
Dann sagte er aber, es könne keine Arbeitsteilung geben, bei dem die einen kämpften und sich die anderen auf "Konfliktnachsorge" konzentrierten. "Afghanistan lässt sich nicht in Zuständigkeitsbereiche aufteilen." Wer im Norden Schulen baue, werde genauso zum Ziel der Taliban werden wie die Soldaten, die im Süden direkt gegen sie kämpften. "Das Land wird als Ganzes gewonnen oder als Ganzes verloren."
Merkel sagte vor den rund 600 Konferenz-Teilnehmern, zwar werde oft vom deutschen Konzept der "vernetzten Sicherheit geschwärmt", in der Realität sei die Nato aber ein reines Militärbündnis. Im Alltag der Nato spiegele sich die Vernetzung von Militäreinsatz und ziviler Hilfe nicht wider. Die nationalen Fähigkeiten müssten besser aufeinander abgestimmt werden. Es werde ohne Sicherheit keinen zivilen Wiederaufbau und ohne diesen keine Sicherheit geben. Auch Nichtregierungsorganisationen müssten stärker einbezogen werden.
Sie betonte erneut, dass kein Staat der Welt - auch nicht die USA - ein Problem mehr alleine lösen könne. Auch die Nato und die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik müssten "Hand in Hand gehen". Sonst könne das Bündel an neuen - in Zeiten des Kalten Kriegs nicht gekannten - Herausforderungen nicht bewältigt werden.
Offensichtlich unter Anspielung auf die Ukraine und Georgien meldete sie für die Nato-Erweiterung Bedenken an, "Länder, die selbst in Risiken verstrickt sind und mit ihrer eigenen Sicherheit zu tun haben", aufzunehmen. Die Generale, Admirale und Kommandeure stimmte die Kanzlerin auf eine kontinuierliche Erneuerung der Bundeswehr ein.
Im Zuge der permanenten Transformation der Streitkräfte gebe es schwierigste Entscheidungen, sagte Merkel. "Das wird auch so bleiben." Wichtig sei, dass die Bundeswehr eine breite Unterstützung im Parlament und den Rückhalt in der Bevölkerung habe. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, sprach von einer "klaren Rede, die Ordnung gebracht hat in die Diskussion". Er rief zu einer breiten Debatte über die neuen Aufgaben der Bundeswehr auf. Der Auslandseinsatz der Soldaten bestimme heute den Auftrag der Streitkräfte, wie es vor wenigen Jahren noch nicht vorstellbar gewesen sei. Die Bundeswehr habe sich von einer Abschreckungsarmee zur Armee im Einsatz gewandelt.
Das Motto der bis Dienstag andauernden Konferenz, die ein zentrales Forum zur Fortentwicklung der deutschen Streitkräfte ist, lautet: "Einsatz - unser Auftrag, Führung - unser Beruf, Verantwortung - unser Fundament."
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/bica/maru)
In Afghanistan wird die Bevölkerung von den NATO terrorisiert. Deren (der NATO) Gegner sind Freiheitskämpfer.
Ich hoffe und bete jeden Tag um die Kapitulation der NATO in diesem widerlichen, verlogenen und arroganten Angriffskrieg.
Und darum dass alle Beteiligten von Politik, Wirtschaft und Militär zur Hölle fahren mögen.
Wenn Frau Merkel gegen eine Truppen - Verlegung in den Süden ist und bleibt erfüllt sie lediglich den Willen der Bürger. Nebenbei erfüllt sie somit ihren Amtseid. Punkt.
So kann und muss Demokratie verstanden werden.
Sie schrieben: "Ich frage mich sowieso, ob die Wiederbewaffnung Deutschlands nach dem Krieg überhaupt stattgefunden hätte, hätte man die deutsche Bevölkerung direkt gefragt und hätten nicht nur die Amtsinhaber - durch den Wähler ungestraft - entschieden - wie in so vielen anderen Dingen auch heutzutage, wo sich die Amtsinhaber hoheitsvoll ins sprachliche Gewölk der Neuinterpretationen von einstigen Wahlversprechen und der durch "neue Sachlagen" ausgelösten "Sachzwänge" entheben."
Ich habe die Zeit miterlebt. Man sah noch viele Amputierte aus dem Krieg, überall noch Ruinen und hatte sich versprochen "nie wieder". Adenauer setzte sich über den Willen der Mehrheit hinweg, bemühte den Kommunismus (so wie heute die CDU/CSU die Linke) als Feindbild und schuf eine Armee (auf Wunsch der US-Amerikaner) mit Nazigenerälen, die nun behaupteten immer schon gegen Hitler gewesen zu sein. Um diese Lüge zu manifestieren wurden nur Militärs (Staufenberg) als Gegner Hitlers hochgejubelt, obwohl es schon vor Kriegsbegin Gegner Hitlers gegeben hatte, als Stuafenberg und seine Freunde Hitler noch zu jubelten.
Es gab auch einige Politiker, die sich innerhalb der Regierung Adenauer dagegen stellten. Einer war Gustav Heinemann (Innenminister) der sein Ministeramt zur Verfügung stellte; einer der Wenigen die Charakter hatten!
Das Merkel - auch bekannt unter dem Spitznamen Condi II - ist eine vollständig usa-hörige Ausverkäferinn deutscher Interessen.
Allerdings muss das natürlich vor dem Wahlvolk verborgen bleiben. Deshalb kommt es dann zu Artikelüberschrifften wie:
"Offener Disput zwischen Merkel und Nato"
PS:
Hatten wir neulich übrigens schon mal. Herr Jung hat empört die Ausweitung deutscher Kampfeinsätze in den Süden Afghanistans abgelehnt, um ungestört die Truppenverstärkung im Norden zu vollziehen.
beinhaltete, daß die Buwe Verteidigung auch out of area machen könne.
Jetzt sagt da einer frech:
"Der Auslandseinsatz der Soldaten bestimme heute den Auftrag der Streitkräfte, wie es vor wenigen Jahren noch nicht vorstellbar gewesen sei. "
Das BVefG hatte nicht dazu aufgefordert: "treibt Euch rum in der welt", sondern den VERTEIDIGUNGAUFTRAG weit gefasst - übel genug. Wen oder was verteidigt die Bundeswehr (übrigens nicht "die Streitkräfte")? Wer greift uns in Afghanistan, Kosovo, Libanon usw. an?
Es könnte sein dass - sowas ist kein Angriff, auf den man sich out of area verteidigt..
Paging