Bei einem Nato-Luftangriff sterben sieben afghanische Polizisten - der dritte Fehlschlag innerhalb einer Woche. Dabei gab es gerade Triumphmeldungen.
Gerade erst gab es gute Nachrichten für die westlichen Streitkräfte in Afghanistan: Mehrere hochrangige Taliban wurden festgenommen. Doch der Erfolg wird gleich von einem Fehlschlag überschattet: Ein Nato-Pilot tötete bei einem Luftangriff im Norden Afghanistans sieben Polizisten. Es ist das dritte Desaster für das Bündnis innerhalb einer Woche.
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US-Bomber in Afghanistan: Drei Zwischenfälle gab es in einer Woche, bei denen Unbeteiligte oder Verbündete getötet wurden. (© Foto: AP)
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Die afghanische Polizei und Augenzeugen berichten, das Fahrzeug sei nahe Kundus von einem Nato-Militärflugzeug getroffen worden. Ein Sprecher des Militärbündnisses erklärt in Kabul, man prüfe der Vorfall.
Der örtliche Polizeichef Abdul Kajum sagte: "Während der Operation traf ein Nato-Flugzeug eine Polizeipatrouille und tötete sieben Polizisten." Und: "Wir gehen davon aus, dass der Pilot die Polizeikräfte versehentlich für Taliban hielt." Ein weiterer Polizist sei dabei verletzt worden.
Der Luftangriff geht nach Informationen von Spiegel Online auf den Befehl einer Spezialeinheit der US-Armee zurück. Die US-Soldaten und afghanische Sicherheitskräfte seien gemeinsam gegen Taliban-Kämpfer vorgegangen, als sie in der Ortschaft Karghan Tepa im Distrikt Imam Saheb nordwestlich des deutschen Lagers bei Kundus von Taliban angegriffen wurden. Daraufhin hätten sie Unterstützung aus der Luft angefordert.
Bundeswehr offenbar nicht beteiligt
Sofi Nasikmir, ein Mitglied des Provinzrates, erklärt, Dorfbewohner hätten berichtet, ein Militärflugzeug habe eine Rakete auf das Polizeifahrzeug abgefeuert.
An dem Luftangriff waren offenbar keine deutschen Kräfte beteiligt - auch wenn die Region in Nordafghanistan zum Einsatzgebiet der Bundeswehr gehört. "Nach derzeitigem Stand liegen keine Erkenntnisse vor, dass das mit deutscher Beteiligung geschehen ist", sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam. Die Prüfungen liefen derzeit aber noch.
Der Tod der afghanischen Polizisten ist bereits der dritte Fall innerhalb einer Woche, in dem Unbeteiligte oder Verbündete bei Nato-Angriffen getötet wurden.
"Schattengouverneure" festgenommen
Bei der größten Offensive gegen die Taliban seit dem Sturz ihres Regimes vor mehr als acht Jahren waren am Sonntag zwölf Zivilisten getötet worden, als eine Rakete der Truppen ihr Ziel verfehlte. Einen Tag später wurden bei einem Luftangriff in der Provinz Kandahar fünf Zivilisten getötet und zwei weitere verletzt.
Zuvor war ein Erfolg im Kampf gegen die Taliban verkündet worden: Die Regierung in Islamabad nahm den Taliban-Chef von Kundus festgenommen, der als Drahtzieher vieler Angriffe auf die Bundeswehr gilt. Mullah Abdul Salam sei im pakistanischen Belutschistan ergriffen worden, sagte der Gouverneur der afghanischen Provinz Kundus, Mohammad Omar.
Mit ihm sei der Taliban-Chef der Nachbarprovinz Baghlan, Mullah Mir Mohammad, in Gefangenschaft geraten. Beide Männer waren als "Schattengouverneure" dem Taliban-Vize Mullah Abdul Ghani Baradar unterstellt, der etwa zur gleichen Zeit bei einer gemeinsamen Aktion der Geheimdienste der USA und Pakistans festgenommen wurde.
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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/jab/woja)
wie die NYT soeben berichtet:
JALREZ, Afghanistan A group of about two dozen Afghan national police officers may have defected to the Taliban, according to American and Afghan officers here in Wardak Province.
The police officers left their posts in Chak, a remote district of Wardak, just before midnight Wednesday, and on Thursday morning a spokesman for the Taliban claimed that the officers had surrendered to them.
They left with all their weapons, two trucks and machine guns and heavy weapons, said Maj. Abdul Khalil, the police chief in the Jalrez district, just north of Chak.
Für die Ausbildung von Polizisten ist bekanntlich Deutschland zuständig! Das bedeutet, je mehr Afghanen von D. zu Polizisten ausgebildet werden, dest mehr werden zu wertvollen Kämpfern auf Seiten der Taliban!
Wenigstens bekommt die Ausbildung dann doch noch einen Sinn!
"Friendly fire" endlich auch einmal mit positivem Neben-Effekt?
warum net gleich in afghanistan alle, egal ob "freund" oder "feind" abschiessen!!!
man hätte zwar keine "freunde" mehr, aber der positive nebeneffekt, dann wären auch keine gegner mehr auf dieser platform!
und dass es den us-amerikanischen besatzertruppen eh net wirklich egal ist, wenn kinder oder zivilisten drauf gehen, das hatte man schon im irak krieg gesehen.
PS: sollte dieser kommentar auch wieder zensiertwerden, so bin ich net böse, immerhin stamme ich aus der DDR, da hat man schon genügend mit unterdrückter meinungsfreiheit zu tun gehabt!
Stimmt, wichtig ist das nicht.
Aber es ist wichtig sich auf den Wahrheitsgehalt einer Zeitungsnachricht verlassen zu können.
Hier sind nur die Bilder vertauscht oder ungenau. Wie sieht es dann mit dem Rest der Nachricht aus? Wurde das genauso schlampig recherchiert? Was soll man noch glauben, wenn bereits in so einfachen Dingen die Wahrheit nicht korrekt dargestellt ist?
Liegt es daran, dass der Lournalist keine Ahnung von diesen Dingen hat?
Und hier sind wir wieder bei meinem ursprünglichen Post? Kann ein Journalist über etwas berichten wovon er keine Ahnung hat (Zivi - Krieg)? Ist das besser, als sich ala Hemingway mitten unter die Meute zu mischen? Vermutlich, dann kommt man auch nicht in den Verdacht, selbst Kriegsverbrechen begangen zu haben.
Im Kampf gegen afghanische Polizeikräfte in der Ortschaft Karghan Tepa im Distrikt Imam Saheb forderten die Taliban Luftunterstützung an. Diese wurde auch prompt von amerikanischen Nato-Fliegern geliefert. Sieben Polizisten konnten auf einen Streich eleminiert werden. Ein Taliban-Sprecher in Berlin gab sich dennoch wortkarg. Seine Einheit sei an den Kampfhandlungen nicht beteiligt gewesen. Man werde dies aber nachholen.
Sorry aber zu sterben ist nun mal im schlimmstenfall in der jobbeschreibung eines soldaten enthalten.
Paging