Im bislang relativ sicheren Norden Afghanistans sind drei Frauen und ein Mann von "Action Aid" erschossen worden - auch für die Bundeswehr wird die Lage immer bedrohlicher.
Im bislang relativ sicheren Norden Afghanistans sind am Dienstag vier einheimische Mitarbeiter einer internationalen Hilfsorganisation erschossen worden.
Ein Mann radelt am brennenden Büro der Organisation "Care International" in Kabul vorbei. Im Norden des Landes wurden vier Mitarbeiter von "Action Aid" erschossen. (© Foto: Reuters)
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Unbekannte hätten das Auto mit drei Frauen und einem Mann darin auf dem Weg in die Provinz Dschawsdschan ins Visier genommen, sagte der örtliche Polizeichef Dschuma Chan Hamdard.
Die vier arbeiteten demnach für die internationale Hilfsorganisation Action Aid. In Masar-i-Scharif liegt auch ein künftiger Einsatzschwerpunkt der Bundeswehr in Afghanistan.
Hilfsorganisationen als Anschlagsziele
Am Vortag waren bei anti-amerikanischen Ausschreitungen in Kabul mindestens 14 Menschen umgekommen.
Nach einem tödlichen Unfall, an dem ein defekter US-Armeelastwagen Schuld war, hatten Tausende gegen die US-Truppenpräsenz in Afghanistan protestiert. Die Proteste schlugen rasch in Gewalt um.
Noch am Dienstagmorgen hatte der künftige Kommandeur der internationalen Schutztruppe in Nordafghanistan, der deutsche General Markus Kneip, auf die geteilte Sicherheitslage im Land verwiesen.
Während sich die Lage besonders im Süden und im Osten des Landes verschlechtert habe, sei der Norden Afghanistans "ein anderes Gebiet", betonte Kneip, der am Donnerstag das Kommando der internationalen Friedenstruppe (ISAF) in Nordafghanistan übernimmt.
In Afghanistan hat es bereits zahlreiche Angriffe auf Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen gegeben. Seit 2002 wurden 45 afghanische und ausländische Helfer in Afghanistan getötet. ActionAid ist eine Hilfsorganisation zur Bekämpfung der Armut und seit 2002 in Afghanistan aktiv.
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(AFP)
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