Die Taliban haben eine neue Strategie im Kampf gegen die Nato entwickelt: Sie greifen Transporte aus Pakistan an und gefährden die Versorgung der internationalen Truppen.
Zurück blieben ein Toter und rund 100 ausgebrannte Karosserien, daneben ungezählte verschmorte Container: Mit einem Überfall auf den Halteplatz eines Nato-Nachschubkonvois in Pakistan haben die Taliban bewiesen, dass sie die Versorgung der ausländischen Truppen in Afghanistan gefährden können.
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Peschawar in Pakistan: Ein Arbeiter auf einem Nato-Terminal untersucht das, was nach einem Anschlag von der Ausrüstung der internationalen Truppen übrig ist. (© Foto: dpa)
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Bei dem nächtlichen Angriff auf einen Halteplatz am Rand der Stadt Peshawar nutzten die Aufständischen eine einfache Taktik: Rund 200 Mann überfielen das nur für Militärtransporte genutzte Terminal vor dem Morgengrauen. Sie schossen mit Panzerfäusten und Sturmgewehren um sich, töteten einen der Wächter und steckten die mit Humvee-Jeeps und anderen militärischen Gütern beladenen Lastwagen in Brand.
Die Fahrer hatten über Nacht auf dem Rastplatz haltgemacht, da die pakistanischen Behörden die Fuhrunternehmer angewiesen haben, den rund 18 Kilometer von Peschawar entfernten Khyber-Pass nur tagsüber und nur mit Sicherheitsbegleitung zu überqueren.
Nachschub in Gefahr
Es war nicht der erste Taliban-Angriff auf einen Nato-Transport. Vor wenigen Tagen erst war ein anderer Konvoi attackiert worden. Zwei Wächter starben, zwölf Fahrzeuge wurden zerstört. Nato-Verantwortliche betonten zwar in ersten Reaktionen, dass der Nachschub der Truppen durch den jüngsten Überfall nicht gefährdet sei. Sollten die pakistanischen Aufständischen den Khyber-Pass oder seine Zufahrtsstraßen aber auch nur vorübergehend sperren können, käme es zu erheblichen Versorgungsproblemen für die mehr als 20.000 US-Soldaten.
Betroffen wären aber auch weite Teile der insgesamt mehr als 20.000 Mann starken Truppenkontingente anderer Nato-Staaten in Afghanistan. Rund drei Viertel des Nachschubs für die ausländischen Soldaten kommt über Nordwest-Pakistan oder über eine alternative Transportroute durch das weiter südliche gelegene Quetta ins Land. Die Bundeswehrtruppen in Afghanistan sind von diesem Problem bisher nicht direkt betroffen: Da die deutschen Soldaten in Nord-Afghanistan eingesetzt werden, verlaufen die Nachschubwege von der früheren Sowjetrepublik Usbekistan direkt in den Norden.
Die Versorgung der US-Truppen und der wesentlich kleineren Kontingente der anderen Nato-Staaten in Afghanistan ist ein logistischer Alptraum: Ein Teil des Nachschubs - Waffen, Fahrzeuge, Treibstoff und Lebensmittel - wird im pakistanischen Hafen Karatschi am Arabischen Meer angelandet. Er wird dann vom Süden mit Lastwagen entweder nach Quetta oder aber nach Peshawar gebracht. Von Peshawar geht es über den berühmt-berüchtigten Khyber-Pass nach Afghanistan in Richtung der Stadt Dschalabad und nach Kabul.
Schon Peshawar selbst ist ein Problem. Die Taliban sickern seit Monaten in die Millionenstadt mit ihren riesigen Slums ein: Attacken wie die jüngste auf den Halteplatz des US-Konvois sind nur schwer zu verhindern. Wie wenig Kontrolle die pakistanischen Sicherheitskräfte über die Stadt ausüben, zeigt die klägliche Reaktion des lokalen Polizeichefs auf den erfolgreichen Taliban-Angriff: Man werde bald gegen diese "Missgeburten" vorgehen. "Natürlich haben wir einen Einsatzplan vorbereitet, welche Strategie wir gegen sie einsetzen werden", so Safwat Ghayyur.
Ideales Gebiet für Untergrundkämpfer
Wenn die Transporte Peshawar passiert haben, fangen die eigentlichen Probleme erst an. Der Khyber-Pass beginnt einige Dutzend Kilometer westlich der Stadt und führt durch die pakistanischen Stammesgebiete. Dort sind die Taliban ohnehin stark. Der lang gestreckte Pass steigt zwar relativ flach an und ist meist gut übersehbar. Die pakistanische Arme aber kontrolliert das Gebiet nur begrenzt. Die einheimische Pashtunen-Bevölkerung sympathisiert zumindest in Teilen ohnehin mit den Taliban.
Auf afghanischem Boden führt die Strecke kurz vor Kabul bei Sarobi durch steile Schluchten - es ist das ideale Gebiet für Untergrundkämpfer. Das Problem könnte in Zukunft noch größer werden: Da der neue US-Präsident seine Truppen in Afghanistan um mindestens 20.000 Mann aufstocken will, muss auch wesentlich mehr Nachschub ins Land kommen.
Die Gewalt im Raum von Peshawar ist in jüngster Zeit eskaliert. Am Freitagabend wurden bei der Explosion einer Autobombe 29 Menschen in den Tod gerissen und etwa 100 weitere verletzt. Bei einer Schießerei zwischen Polizisten und Taliban-Kämpfern in der südafghanischen Provinz Kandahar kamen nach Regierungsangaben neun militante Angreifer ums Leben, drei Polizisten wurden schwer verwundet. Bei Minenexplosionen in den Provinzen Kunar und Helmand wurden fünf afghanische Soldaten getötet.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 08.12.2008/beu)
Protest gegen dritte Startbahn
"Aber Bush ist mit der Entwicklung zufrieden. Bravo! "
Bush glaubt wie sehr viele radikale Christen in den USA an ein nahe bevorstehendes Ende der Welt, das durch ein Armageddon eingeläutet wird. Irgendwelche Bibelausleger sind nun auf den tollen Gedanken gekommen, dass mit Armadeggon eine Atomkrieg im Nahen/Mittleren Osten gemeint ist, weshalb dieser tatkräftig herbeizuführen ist.
Klingt komplett irre, ist es auch, jedoch lief gestern Abend eine Doku über die "Offenbarung des Johannes", die exakt diese Sicht der Dinge in den USA und ihre Annahme auch in politischen Kreisen, bestätigte. Einen diesbezüglichen Artikel, den ich zufällig am Freitag gelesen hatte, habe ich noch recht ungläubig als Spinnerei abgetan, muss jedoch gestehen, dass ich ihn nach der gestrigen Doku doch mit etwas anderen Augen sehe.
fufor.twoday.net/stories/2036568/
Die von den USA in Koranschulen gezüchteten Gotteskrieger verteidigen natürlich ihren Machtanspruch auf Afghanistan den Umständen entsprechend mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Der Dalai Lama tuts ja auch im Hinblick auf Tibet, nur das er es mehr mit dem Beten und die Afghanen traditionell mehr kriegerisch machen.
Eine Taktik, die mit großer Wahrscheinlichkeit Schule machen wird, denn die hochgerüsteten Armeen sind ohne Treibstoff etc. zum Stillstand gezwungen, zumal der Winter vor der Tür steht. Was für ein Glück für unsere Freiheitsverteidiger das wir einen sehr guten Freund namens Putin haben.
der ständigen Unterminierung/Bedrohung der Nachschubswege, hat z.B. Großbritannien im WK I gegen das Osmanische Reich agiert. Nachdem die Bahn nach Mekka (Hedschasbahn) endgültig unterbrochen war, blieben Tausende türkischer Truppen auf der arabischen Halbinsel ohne Nachschub. Sie sind größtenteils umgekommen. Die Unterbrechung der Nachschubwege war maßgeblich für die Niederlage des Osmanischen Reiches.
Nun gibt es heute noch andere technische Möglichkeiten, insbesondere den Lufttransport, aber auch der kann angegriffen werden, an den Start- und Landeplätzen und in der Luft.
Dass die Bundeswehr bisher hiervon nicht betroffen ist, hat sie der Großzügigkeit Russlands zu verdanken. Ohne Zustimmung des Kreml käme aber auch gar nichts für die Bundeswehr in Afghanistan an. Selbst der vielleicht nötige Rückzug funktioniert ohne Russland nicht. Das sollten sich unsere Berliner Verantwortlichen ständig vergegenwärtigen.
in Pakistan seine Logistik aufbauen oder auch noch stationieren, steht gleich, mit einem stück Fleisch in einem Tigerkäfig zu legen, und denken dass bleibt unberührt. In einem Land sich aufhalten und sich organisieren wo es nur so wimmelt von Terroraktivisten, fragt man um Problemen, oder. Unsere Soldaten werden unnötig mit direkte gefahren gebracht, warum, weil Pakistan " ein "Allie" ist? Wer hat diese unglaubliche Idee überhaupt umgesetzt, die USA, und wir laufen wieder hinterher, wie die Schafe......
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