Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist überraschend nach Afghanistan gereist. Er traf am Freitagmorgen im deutschen Feldlager in Kundus ein.
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist überraschend nach Afghanistan gereist und am Freitagmorgen im deutschen Feldlager in Kundus eingetroffen. Die Reise sollte bis zur Ankunft aus Sicherheitsgründen geheim gehalten werden.
Guttenberg im Bundeswehr-Feldlager in Kundus (Archivbild vom Besuch Guttenbergs im November 2009) (© Foto: dpa)
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Guttenberg wird von Obleuten der Bundestagsfraktionen begleitet - Journalisten sind nicht in der Delegation. Der Minister will mit Soldaten über den von einem deutschen Oberst befohlenen Luftangriff am 4. September nahe des Feldlagers und die Folgen sprechen.
Bei der Bombardierung waren nach Nato-Angaben bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter viele Zivilisten. Guttenberg hatte den Angriff am 6. November nach Auswertung der Nato- Untersuchung zunächst als militärisch angemessen bezeichnet.
In der vorigen Woche korrigierte er diese Bewertung. Die Bombardierung sei nicht militärisch angemessen gewesen, urteilte Guttenberg nach der Durchsicht weiterer Berichte, die ihm nach eigenen Angaben bei seiner ersten Bewertung nicht vorgelegen hatten. Inhaltlich hat er seine Kehrtwende noch nicht begründet.
Guttenberg will den Soldaten dem Vernehmen nach nun erklären, warum er den Luftangriff inzwischen für einen militärischen Fehler hält. An den Gesprächen sollen auch die Obleute teilnehmen. Die Opposition hatte den CSU-Politiker in den vergangenen Tagen massiv unter Druck gesetzt, die Gründe für seine Neubewertung offenzulegen.
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(dpa/woja/ehr)
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Das der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan notwendig ist oder nicht ist vom
Durchschnittsbürger so nicht zu überblicken aber von der Politik muss man verlangen
können das sie die Soldaten wenn sie denn schon in den Krieg geschickt werden
mit eindeutigen Richtlinien und Gesetzen ausgestattet sind und es nicht sein kann das
den Soldaten zu Hause der Prozess gemacht werden soll wenn sie im Ausland
bei Kriegshandlungen Menschen umbringen.Da machtes sich die Politik zu einfach.
Der Verteidigungsminister hat sich selbst ins Knie geschossen und sich als
"Windfandl"geoutet einen Tag nach seiner Vereidigung war die Schweinerei in Kundus
"Angemessen" als Gegenwind kam dann war diese Aktion nicht mehr angemessen
Jetzt muss wohl die Afghanistanreise dafür herhalten noch "nachzubessern"
damit nicht noch mehr an die Öffentlichkeit kommt.
Da zeigt aber jemand allerhöchste Leistungsbereitschaft, bietet sich an, stößt in Räume vor. Scheinbar weiß er um die [verschollen geglaubte] Herberger-Erkenntnis: "Der Ballführende wird nicht ausgewechselt."
Wenn ich mich recht entsinne, gibt es ja auch in der Familie des vzG Vorfahren, die zuerst ab 5.45 Uhr zurückgeschossen haben und sich später als Widerständler feiern liessen.
Bühnenreife halte ich in diesem Zusammenhang für den passenden Begriff, an sonstiger Reife scheint es eher zu mangeln.
Zu kitten dürfte es wohl nichts mehr geben....
Rechtfertigung oder Eingeständnis - Herr Guttenberg scheint es zu verstehen, sein Prestige auf dem Niveau von "Bühnenreife" zu halten.