Den acht ausländischen Mitarbeitern der Hilfsorganisation "Shelter Now" wird in Kabul öffentlich der Prozess gemacht. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Taliban-Außenminister Mullah Abdul Rachman Sahid hatte erklärt, die Ermittlungen gegen die Ausländer seien abgeschlossen und sie könnten vor Gericht gestellt werden.

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Diplomaten, Journalisten und Verwandte der Gefangenen sollen als Beobachter teilnehmen dürfen. Die Angeklagten haben auch das Recht auf einen Anwalt.

Den Afghanen droht die Todesstrafe. Die Ausländer könnten nach inoffiziellen Angaben eine kurze Haftstrafe erhalten und dann ausgewiesen werden.

Ein Mitglied der Taliban-Regierung hatte bereits am Sonntag in Kabul erklärt, es sei mit einer öffentlichen Verhandlung zu rechnen.

Prozess gegen Afghanen wird abgetrennt

Der Prozess gegen die 16 ebenfalls inhaftierten afghanischen Mitarbeiter der deutschen Hilfsorganisation "Shelter Now International" werde abgetrennt.

Das geistliche Oberhaupt der Taliban, Mullah Mohammad Omar, werde das letzte Wort über das Strafmaß haben.

Im Zuge der Ermittlungen gegen "Shelter Now" war am vergangenen Freitag zwei anderen christlichen Hilfsorgansationen die Tätigkeit in Afghanistan untersagt und ihre Mitarbeiter ausgewiesen worden.

Die vier Deutschen, zwei Amerikaner und zwei Australier von "Shelter Now" waren zusammen mit 16 afghanischen Mitarbeitern am 3. August von der radikal-islamischen Taliban-Regierung unter dem Vorwurf verhaftet worden, christliche Missionsarbeit betrieben zu haben.

(sueddeutsche.de/dpa/AP/AFP/Reuters)

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