Die amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan halten einen 36-jährigen Deutschen gefangen. Er soll als Mitglied einer "Hamburger Reisegruppe" dorthin gereist sein, um sich in Terrorcamps ausbilden zu lassen.
Bei dem Bundesbürger, der unter Terrorverdacht von US-Streitkräften in Afghanistan festgehalten wird, handelt es sich nach SZ-Informationen um einen 36-jährigen Deutsch-Afghanen. Zunächst soll den US-Behörden offenbar nicht bewusst gewesen sein, dass es sich bei dem Gefangenen um einen Deutschen handelt.
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Der 36-Jährige, der in Afghanistan festgehalten wird, ist offenbar deutscher Staatsbürger. (© AP)
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Das Auswärtige Amt bestätigte am Donnerstag nur, dass es sich weiter um konsularische Hilfe für den Mann bemühe. Weitere Angaben wollte es nicht machen. Der Festgehaltene stammt aber nach Angaben aus Sicherheitskreisen "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" aus der "Hamburger Reisegruppe", die sich im März 2009 in das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet begeben hatte, um sich dort in Terrorcamps ausbilden zu lassen. Die Gruppe kommt aus dem Umfeld der Hamburger Taiba-Moschee, in der - damals Quds-Moschee genannt - auch Attentäter des 11.September verkehrt hatten.
Ende August war ein vor gut zwei Monaten in Pakistan verhafteter deutscher Islamist nach Deutschland ausgeliefert worden, der ebenfalls zu der Gruppe gehörte. Die Bundesanwaltschaft hält den 25jährigen Rami M. für dringend verdächtig, sich der terroristischen Vereinigung Islamische Bewegung Usbekistan (IBU) angeschlossen zu haben.
Nach Angaben des Hamburger Verfassungsschutzes traten den Weg in die Terrorcamps im März 2009 elf Personen aus dem Umfeld der Moschee an. "Die meisten haben die deutsche Staatsangehörigkeit, ihre Herkunft liegt größtenteils im Nahen und Mittleren Osten sowie im Kaukasusgebiet", heißt es in einer Mitteilung, in der Anfang August das Verbot des Trägervereins der Taiba-Moschee durch die Hamburger Innenbehörde verkündet wurde.
"Einige Mitglieder der Gruppe wurden nach kurzer Haftzeit in pakistanischem Gewahrsam nach Deutschland zurückgeschoben. Andere befinden sich derzeit in pakistanischem oder US-amerikanischem Gewahrsam", war in der Mitteilung der Hamburger Innenbehörde weiter zu lesen. Zu ihnen gehört offenbar auch der in Afghanistan festgehaltene Bundesbürger.
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(SZ vom 03.09.2010/jab)
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... schon mal jemden festnehmen, dann dürfte so in etwa alles was damit in Zusammenhang steht unglaubwürdig sein.
Wer weiss wo die den aufgegabelt haben, vielleicht an der kroatischen Küste?
Wer weiss, was der wirklich getan hat, vielleicht ein Sonnenbad genommen?
Was soll eigentlich pakistanischer oder amerikanischer Gewahrsam sein? Ein Paradebeispiel für Euphemismus, eigentlich sollte es Folterlager heissen?
Vielleicht berichtet die SZ mal darüber, ob die Entführer deutscher Staatsbürger in CIA-Diensten schon mal bestraft wurden.
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UND sie sollten da auch gleich hin, damit die "sachgerechte Aufklärung" auch seinen ordenlichen Gang geht.
Links, Zwo, Drei Vier - Links ....
soll, hätte, dätte, trallala - ohne Konjunktiv gehts halt nich, ne wah Herr Brössler!
Gääääähhhhhn
Die US-Streitkräfte täten gut daran, den Terroristen nicht an die deutschen Stellen
zu Übergeben. Leider haben sie nicht mehr den Mut, solche Leute nach Guantanamo
zu überstellen, obwohl dort eine sachgerechte Aufklärung möglich wäre. In Deutschland
besteht leider die akute Gefahr, dass solche Elemente frei gelassen werden.