Die Nervosität nimmt zu: Bundeswehrsoldaten schossen an einem Kontrollpunkt in Afghanistan auf ein Auto - und verletzten dabei fünf Zivilisten.
Bundeswehrsoldaten haben an einem Kontrollpunkt im Norden Afghanistans fünf Zivilisten durch Schüsse verletzt. Der Vorfall habe sich bereits am Freitagabend in der Nähe von Kundus ereignet und werde derzeit untersucht. Dies teilte ein Sprecher der Bundeswehr am Montag mit.
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Zivilisten oder Terroristen? An Checkpoints müssen Bundeswehrsoldaten in Sekundenschnelle schwerwiegende Entscheidungen treffen. (© Foto: Reuters)
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Die Afghanen näherten sich demnach in einem Auto mit hoher Geschwindigkeit dem Kontrollpunkt und hielten trotz wiederholter Aufforderung und Warnschüssen nicht an.
Zwei Afghanen erlitten laut Bundeswehr schwere Verletzungen, sind aber außer Lebensgefahr. Sie würden im deutschen Feldlazarett behandelt, sagte der Sprecher. Drei Zivilisten wurden leicht verletzt und liegen im Krankenhaus von Kundus. Deutsche Soldaten seien bei dem Vorfall nicht verletzt worden.
Acht Bauarbeiter starben bei einem Luftangriff
Dagegen starben bei einem Luftangriff der US-geführten Koalitionstruppen am Wochenende in Afghanistan acht Zivilisten, wie jetzt erst bekannt wurde. Taliban-Kämpfer hätten eine Gruppe Arbeiter angegriffen, die eine neue Straße im Bezirk Kara Bagha in der Provinz Ghasni bauten. Bei dem anschließenden Luftangriff seien dann acht Mitarbeiter einer privaten Straßenbaufirma getötet worden. Die Koalitionstruppen ordneten nach eigenen Angaben eine Untersuchung an.
Im Einsatzgebiet der Bundeswehr im Norden Afghanistans hat sich die Sicherheitslage in der jüngsten Vergangenheit dramatisch verschärft, besonders in und um die Stadt Kundus. Ende August waren an einer deutschen Straßensperre nahe der Stadt drei Zivilisten getötet worden. Bei den Opfern handelte es sich um zwei Kinder und eine Frau. Zwei weitere Zivilisten wurden verletzt, als deutsche Isaf-Soldaten und afghanische Polizisten das Feuer auf ein Auto eröffneten.
Letzte Woche waren bei einem Selbstmordanschlag zwei deutsche Soldaten und fünf afghanische Kinder getötet worden. Die Taliban hatte sich zu dem Anschlag bekannt.
Attentat auf einen Polizeichef
Ebenfalls im Norden Afghanistans starben am Montag zwei US-Soldaten bei einem Selbstmordanschlag. Nach Angaben der US-Armee und der afghanischen Polizei wurden zudem drei weitere Soldaten der US-geführten Koalitionstruppen, vier afghanische Polizisten und ein Kind verletzt.
Der Attentäter habe eine Polizeiuniform getragen und versucht, in das Büro des Polizeichefs der Provinz Baghlan vorzudringen, der sich zu dem Zeitpunkt mit amerikanischen Beratern getroffen habe. Als Sicherheitskräfte den Mann vor dem Büro stoppten, habe sich der Attentäter in die Luft gesprengt.
Provinzgouverneur Abdul Dschabar Hakbin sagte, Ziel des Anschlags seien der Polizeichef und seine Berater gewesen, die allesamt aber nicht verletzt wurden. Bei den Opfern handelte es sich um die Sicherheitskräfte. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag, behaupteten aber, der Attentäter habe sieben ausländische Soldaten und zwölf Polizisten getötet.
In diesem Jahr sind bislang bereits mehr als 250 ausländische Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen - mehr als im gesamten Vorjahr.
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(AFP/dpa/cgu/plin)
Protest gegen dritte Startbahn
Die Soldaten selbst geben zu, dass sie in jedem Afghanen einen Attentäter fürchten. Das geschieht nicht an einem Ort, wo man erwünscht ist.
Man kann darüber, ob die BW-Soldaten richtig gehandelt haben oder falsch, viel schreiben. Was definitiv zu kretisieren ist, ist es die mangelnde Beschilderung der Kontrollstellen. Es gibt öfter keine Hinweise auf Kontrollstellen. Wer im Südafghanistan im Kriegsgebiet war, der hat es sicherlich erlebt, dass plötzlich eine Militärkontrolle oder auch eine Talibankontrollstelle auftauchen.
Auch die Hinweisschilder auf den ausländischen Fahrzeugen sind meistens auf English oder Dari, so dass die Paschtunen sie nicht lesen und verstehen können. Darüber hinaus reagieren die Soldaten nicht normal, sondern sie reagieren von vorneherein aggressiv und mit schreien und das noch in einer fremden Sprache. Es wird nicht selten gleich geschossen. Und es werden Unschuldige bei kleinstem Vergehen gleich festgenommen und verhört.
Ich möchte von jenen wissen, die meinen, wer auf Warnschüssen nicht reagiert und weiterfährt, der ist selbst schuld, wenn er erschossen wird. Wie wird einen Europäer sich verhalten, der weiß, ihm stünde eine Verhör bevor, wenn er anhält. Es ist in Afghanistan nicht selten, dass Unschuldige monatelang in Kerkern der Amerikaner oder Afghanen verbringen, bis die GIs oder die korrupte afghanische Beamten ihm freilassen. Frauen sind von diesem Zustand besonders betroffen, weil sie aus kulturellen Gründen nicht stehen bleiben wollen. Auch Hausdurchsuchungen werden in den Dörfer mit Brachialgewalt duchgeführt. Sie zerschlagen auch das wenige, das die Afghanen haben, bevor es feststeht, ob man schuldig oder unschuldig ist.
Es herrscht in Afghanistan überall Angst und die Strassen sind nur für die Militärfahrzeuge da. Alle Afghanen halten schon sofort, wenn sie Militärfahrzeuge sehen. Wie kann unter solchen Angszuständen eine Vertraulichkeit zwischen dem Militär und der Bevölkerung entstehen. Jeden Morgen, wenn die Kinder zur Schule geschickt werden, werden von Familienmitglieder darauf angesprochen, sofort die Straße zu verlassen, wenn Militärfahrzeuge auf der Straße erscheinen. Kurz gesagt, das Leben in Afghanistan ist aufgrund des Militärpräsnz sehr reglementiert. Deswegen sagen viele Afghanen, sie hatten relativ gesehen mehr Freiheit während der Talibanherrschaft als unter der so genannten Demokratie.
... wird halt zurückgeschossen in Afghanistan.
Wir lernen: je mehr Bundis unter Feuer genommen werden, desto "nervöser" werden die. Da müssen wir also verständnis haben für die armen gequälten Soldaten, die eigentlich nur Gutes wollen, es aber o recht nicht vermitteln können, zu7mindet nicht den toten und verletzen Zivilisten.
Natürlich ist es "verständlich", wenn pro Anschlag eine kleine Zivilistenerschiessung folgt. Pro versuchtem Anschlag eine Vergewaltigung? Pro Diebstahl eine Verstümmelung? Wie sind heute die Tarife bei der BuWe-Scharia?
Nochmls: wären unsere Buwe-Soldaten gar nicht da, hätten sie auch nicht schiesen können, müssen, sollen. Und würden nicht beschossen. was wir erleben, ist das NORMALE in einem Krieg. Krieg ist Mutter aller verbrechen. Wer die Verbrechen beenden will, muss den Krieg beenden. Und 1 noch: Selbstmordattentte ist die ABSOLUTE Seltenheit unter den Kriegsauseinandersetzungen, weniger als 1 Prozent.
die Lausbuben für die künftigen Einsätze im Inland?
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