"Die Soldaten mussten schießen": Sie stoppten so ein Auto, das laut Verteidigungsministerium ungebremst auf eine deutsche Stellung zufuhr. Unter den Opfern ist ein Jugendlicher.

In Nordafghanistan haben Soldaten der Bundeswehr ein Fahrzeug beschossen und dabei zwei afghanische Zivilisten getötet und zwei weitere verletzt. Wie das Verteidigungsministerium am Sonntag in Berlin mitteilte, fuhr ein mit sechs Personen besetzter Wagen "mit hoher Geschwindigkeit" auf eine Stellung deutscher Infanteriekräfte zu.

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Bundeswehr in Afghanistan: Deutsche Soldaten beschossen ein Fahrzeug und töteten dabei zwei afghanische Zivilisten. (© Foto: dpa)

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Auch nach Abgabe von Warnschüssen habe der Fahrer seine Fahrt in Richtung der Soldaten fortgesetzt. Die Bundeswehrsoldaten hätten daher "gezielt auf das Fahrzeug schießen" müssen, um es zum Stehen zu bringen, heißt es in der Erklärung.

Dabei wurde nach Angaben des Ministeriums ein Jugendlicher getötet und drei weitere Insassen des Wagens schwer verletzt. Ein Verletzter sei auf dem Weg in das Rettungszentrum des Regionale Wiederaufbauteam (PRT) in Kundus verstorben. "Nach derzeit vorliegenden Informationen mussten die Soldaten von einem Angriff ausgehen, so dass der Schusswaffengebrauch auf der Grundlage bestehender Einsatzregeln rechtmäßig erfolgte", erklärte das Verteidigungsministerium.

Am Sonntagmorgen wurden den Angaben zufolge Soldaten der Bundeswehr bei einem gemeinsamen Einsatz mit afghanischen Sicherheitskräften mehrfach in Feuergefechte verwickelt. Dabei wurden laut Verteidigungsministerium keine deutschen Soldaten verletzt. Ein Bundeswehrfahrzeug vom Typ Dingo sei jedoch beschädigt worden.

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(AFP/segi)