"Noch keine Klarheit, was eigentlich vorgefallen ist": Die SPD attackiert Verteidigungsminister Guttenberg für sein Krisenmanagement in der Causa "Gorch Fock".
Während mittlerweile über das Gewicht der im November verunglückten Marinesoldatin Sarah Lena S. gestritten wird, findet der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, klare Worte für das Krisenmanagement des Verteidigungsministeriums in der Causa Gorch Fock: "Ich bin entsetzt, dass drei Monate nach dem tragischen Tod der Kadettin immer noch keine Klarheit besteht, was eigentlich vorgefallen ist", sagte er der Bild-Zeitung
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Steht in der Causa Gorch Fock unter Beschuss: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). (© dapd)
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Es sei durch nichts zu entschuldigen, dass der Untersuchungsbericht dem Parlament zwei Monate vorenthalten worden sei,. "Das ist eine grobe Missachtung des Parlaments", kritisierte Oppermann. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) habe die Bundeswehr und sein Ressort "einfach nicht im Griff".
Mutter verlangt "die ganze Wahrheit"
Auch die Mutter der auf dem Segelschulschiff gestorbenen Offiziersanwärterin dringt auf Aufklärung. "Ich will die ganze Wahrheit wissen und endlich erfahren, warum meine Tochter verunglückt ist", sagte sie der Zeitung. Erneut widersprach sie einem Bericht der Bild-Zeitung, wonach die 25-Jährige zum Zeitpunkt des Unglücks wegen Übergewichts nicht diensttauglich gewesen sei. Dies hatte das Blatt unter Berufung auf interne Ermittlungen der Marine gemeldet.
Demnach soll die junge Frau zum Zeitpunkt der Obduktion bei einer Größe von 1,58 Meter 83 Kilo gewogen haben. Diese Daten aus dem Obduktionsbericht habe Marineinspekteur Axel Schimpf vor den Obleuten des Verteidigungsausschusses bestätigt, berichtete die Bild-Zeitung am Dienstag. Die Mutter bestreitet, dass ihre Tochter stark übergewichtig gewesen sei: "Meine Tochter hat niemals so viel gewogen. Als sie aus Deutschland weggefahren ist, waren es auf keinen Fall mehr als 60 Kilo."
Indes berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf hochrangige Marinekreise, unmittelbar nach dem tödlichen Unfall an Bord der Gorch Fock habe Marineinspekteur Axel Schimpf einen speziellen Fitness-Test für die Kadetten eingeführt. Demnach dürfen die Kadetten nur in die Masten klettern, wenn sie sich mindestens 30 Sekunden lang mit einer Hand an einem Seil oder einer Stange halten können. Die Kraftübung sei nunmehr Voraussetzung für das Aufentern eines jeden Marineschülers, hieß es.
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(dpa/jobr/woja)
Welch würde- und schamloses Gezerre um den Tod einer Kadettin auf der „Gorch Fock“. Einer jungen Soldatin, die nicht etwa im Suff über die Reling gesprungen, sondern im Verlauf ihrer Ausbildung, also im Dienst und höchstwahrscheinlich unver-schuldet zu Tode gestürzt ist. In einer Gesellschaft, die sich bei jeder Gelegenheit auf ihre christlich-abendländischen (neuerdings auch jüdischen) Wurzeln und Werte beruft, fühlt sich Niemand verpflichtet, diesem grausamen, unmoralischen und wahr-lich unchristlichen Spiel ein Ende zu bereiten. Wer zieht denn endlich jene verantwortungslosen Schwätzer und Wichtigtuer aus Verteidigungsausschuss, Gerichtsmedizin, Staatsanwaltschaft, Bundeswehr... zur Rechenschaft, die intime Details zum Körper der jungen Frau, zur Überführung des Leichnams, zum Inhalt des Obduktionsberichtes u. a. verbreiten? Wie weit reicht eigentlich die Fürsorgepflicht der militärischen Vorgesetzten und des Bundesministers der Verteidigung? Endet sie mit dem Tod? Verantwortliche, offensichtlich aller Führungsebenen haben sich nicht rechtzeitig um die Lebenden auf der „Gorch Fock“ gekümmert, sollten sie es nicht verdammt noch mal um die Toden tun?!
Zum polemischen Unsinn: dito...
Die Untersuchungen des Wehrbeauftragten hatten auch immer das selbe Ergebnis!
Alles Einzelfälle!
Falsch getippt!
Steinmeier hat auf der Konferenz nicht mal einen Vortrag gehalten - jedenfalls wurde dergleichen nirgendwo erwähnt.
Laut SZ war er aber der einzige, der sich schon sehr frühzeitig bei Ude für den Cahmpagner- und Kaviarempfang des OB angemeldet hat.
Aber lesen Sie fleißig weiter SZ - und vielleicht auch ein paar andere Presseerzeugnisse (Spiegel, FAZ, Zeit, um nicht allzu einseitig informiert zu werden), dann können sie die handelnden Personen in ein paar Jahren sicher zutreffender einschätzen.
Mit dem Bund kann man sich leider nicht schmücken Herr Guttenberg. Man kann einem Sauhaufen noch so viel Lametta an die Brust heften. Es bleibt einer.
Paging