Nach den vereitelten Anschlägen gibt es weiter Streit über die Konsequenzen aus den Vorfällen. Unionsfraktionschef Volker Kauder hat der SPD jetzt Wankelmütigkeit vorgeworfen.
Im ZDF-Morgenmagazin bekräftigte der CDU-Politiker an diesem Montag die Forderung, den Besuch sogenannter Terrorcamps unter Strafe zu stellen. Dieser Absicht hätten die Sozialdemokraten erst zugestimmt, "jetzt wird wieder zurückgerudert", kritisierte Volker Kauder.
"Wir brauchen diese Onlinedurchsuchungen": Volker Kauder (© Foto: ddp)
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Er erwarte von der SPD aber "einen klaren Kurs für die Sicherheit in unserem Land". Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) machte im Bayerischen Rundfunk indes erneut rechtliche Bedenken gegen das Vorhaben geltend.
"Es ist ja in Deutschland so, dass man nur bestraft wird für eine Tat, die man begangen hat, beziehungsweise, wenn man hinreichend konkrete Vorbereitungshandlungen schon gemacht hat", sagte sie in dem Rundfunkinterview.
Jemanden "für etwas zu bestrafen, was er kann, aber nicht umsetzt, ist nach unseren rechtsstaatlichen Grundsätzen schon nicht einfach", fügte die SPD-Politikerin hinzu. In den Camps werde ja nicht nur Bombenbauen gelehrt, sondern auch der Koran und wie man ihn bete.
Die Abgrenzung dessen, was dann strafbar sein solle und wie man die Kenntnisse von den Terrorcamps für deutsche Gerichtsverfahren nutzbar machen könne, all das sei relativ schwierig, fügte Zypries hinzu.
"Das muss sein"
Kauder betonte dagegen, es halte es für zwingend notwendig, "dass wir diejenigen, die mit fester Absicht, sich zum Terroristen ausbilden zu lassen, unter Strafe stellen". Wer sich als Terrorist ausbilden lasse, erfülle einen Straftatbestand. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sprach sich auch erneut für die von Innenminister Wolfgang Schäuble geforderten Onlinedurchsuchungen aus.
"Die Sicherheitslage ist angespannt, es geht um fünf bis acht Fälle, mit richterlicher Genehmigung. Wie man sich dem verweigern kann, erschließt sich mir nicht. Wir brauchen diese Onlinedurchsuchungen", sagte er. Dafür müssten die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden: "Alle Fachleute sagen: "Das muss sein", betonte Kauder.
Demgegenüber bekräftigte die Justizministerin ihre Forderung, den Verkauf für den Bombenbau geeigneter Chemikalien zu erschweren. Zypries sagte, sie wolle gemeinsam mit Umweltminister Sigmar Gabriel prüfen, ob eine Pflicht zur Registrierung der Käufer bestimmter Chemikalien machbar wäre.
"Es scheint mit sinnvoller zu sein, so was zu machen, als sämtliche Flugpassagiere zu durchsuchen auf die Frage, welche Flüssigkeiten und wie viel tragen sie mit sich", wird die Ministerin zitiert.
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(AP/Reuters)
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was soll man dazu sagen. Lächerlich der Sesselfurzer will ein Gesetz durchbringen das niemand kontrllieren kann. Sollen sie doch da Gesetz machen dann soll der Kauder und sein Landsmann Schäuble dies durchsetzen. Anstatt Politik wie es die Bürger gerne möchten z.B. raus aus Afghanistan, zu machen, betreiben diese Horn ochsen wieder mal Augenwischerei. Aber so sind diese Sesselfurzer Kriegspolitik die keinem nutzt, die Opiumanbauer stützen sie fördern die korrupte Regierung in Afghanistan sie helfen Zivilisten und Kinder zu Töten. Dies ist die Politik der Merkelischen Regierung von wegen Friedensengel Todesengel sind sie und fördern damit den Terrorismus und holen diesen nach Deutschland. Dies ist ein Charakterloser Haufen und sonst nichts.
Weniger Gesetze - mehr Polizisten!
Die machen nämlich die Sch...arbeit, die müssen es wissen!
Was für Fachleute sind denn das, die "alle" sagen, dass wir das brauchen?
Stasi-Mitarbeiter etwa?
Sollen derart primitive Reklame-Sprüche ("Kaufen Sie schnell diese Küchenmaschine!!!" Alle ihre Nachbarn haben auch schon eine!!!") wirklich ein Argument darstellen?
Kauder, Schäuble und Konsorten machen sich immer lächerlicher und terrorisiert fühle ich mich nicht von irgendwelchen Typen, die ungeeignete Chemikalien kaufen, sondern von den ständigen Angriffen auf den Rechtsstaat.
@flyingfree,11:13,und andere:
Genau das macht mir Sorge:Man muss doch den Eindruck gewinnen,dass die online-Untersuchungen durch die Amerikaner in D. längst stattfinden, rechstaatliche Überlegungen hin oder her.
Das wirft viele Fragen auf,unter anderm die ,ob die anscheinend mit herkömmlichen Polizeimethoden erzielten Ergebnisse nicht doch nur aufgrund der Online-Durchsuchungen der Amerikaner erzielt worden sind.
Für mich (d.h. bei meinem Wissensstand über Tatsächliches)stehen noch zu viele Fragen im Raum,um zu einer abschliessenden Meinung zu kommen.
Eines aber ist deutlich:Was auch immer getan wird, in jedem Fall muss alles , ähnlich wie beim Fernmelde - und Briefgeheimnis ,unter den Richtervorbehalt gestellt werden.
Damit erledigen sich Untersuchungen mit der Schleppnetztechnik (Danke,OxnoxO) von allein und die auch jetzt schon geltenden Regelungen in der Verbrechensbekämpfung würden auch für das "neue" Medium Internet Anwendung finden.
Hinsichtlich der Strafbarkeit von Aufenthalten in Terrorcamps ist die Situation einfach: Sie sind nach geltendem Recht nicht strafbar . Man müsste also einen neuen Straftatbestand schaffen,der ein Handeln,das aus guten Gründen gegenwärtig noch nicht einmal als (strafbarer) Versuch gewertet würde , mit Strafe belegte.
Vielleicht helfen uns aber auch hier die Amerikaner.Kurnaz wurde ja auch mit Billigung von Steinmeier (der von der SPD,was wollen Sie also,Kauder,so weit auseinander liegen Sie doch gar nicht) im wesentlichen deshalb in Guantanamo festgehalten,weil er zur falschen Zeit ins falschen Land gereist ist. Man könnte dem neuen Straftatbestand ja den Arbeitstitel "Guantanamo - German Version" geben.
...schaut auf dieses Land!
Nein, Sie sind nicht gemeint Fr. Ramelsberger! Eher die Herren Leyendecker und Prantl...
Was der deutschen Öffendlichkeit letzte Woche als grosser Schlag gegen den "ischlamischtischen Terror"(Schäuble) präsentiert wurde, müsste echte Jounalisten doch auf Hochtouren bringen. Involwiertes Personal und die Angaben über den Ablauf der Ereignisse laden doch sehr zum Nachdenken ein. Das beginnt bei der kruden Tatsache, daß der Verteidigunsminister die "frohe Kunde" an die Öffendlichkeit brachte, und endet mit fehlenden Ermittlungsergebnissen über den Tatplan.
Spätestens die jetzt einsetzende Instrumentalisierung der Vorgänge durch Politiker, vornehmlich der Union, zur Durchsetzung von verfassungswidrigen Vorhaben und der maßlosen Forderungen nach neuen Strafbestimmungen, sollte den alten bundesreplubikanischen Journalisten aufschrecken lassen...
Nicht Sie, Hr. Aust, so "alt" nu auch wieder nicht!
Wie lange will man an "berufener Stelle" diesem ominösem Treiben noch zugucken, bzw. das Wort reden?
Paging