Wirtschaftsoffensive des französischen Staatspräsidenten: In Abu Dhabi hat Sarkozy einen Vertrag über den Bau von Druckwasserreaktoren unterzeichnet. Auftragswert: Sechs Milliarden Euro.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Chalifa bin Said al-Nahjan, haben am Dienstag in Abu Dhabi eine Zusammenarbeit beider Staaten im Bereich der zivilen Atomenergie vereinbart.

Nicolas Sarkozy; Emir von Katar; dpa

Staatsbesuch: Auf seiner Reise durch die arabischen Golfstaaten besucht Sarkozy die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Katar. (© Foto: dpa)

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Der Außenminister der VAE, Scheich Abdullah bin Said al-Nahjan, betonte jedoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM, die Emirate seien bei ihrer Suche nach der richtigen Strategie für eine friedliche Nutzung der Kernenergie aber auch mit Deutschland, den USA, Russland, China, Japan, Großbritannien und Südkorea im Gespräch.

Die französische Zeitung Les Echos hatte am Montag berichtet, in Abu Dhabi werde während des Sarkozy-Besuches ein Vertrag über den Bau von zwei Druckwasserreaktoren mit einem Finanzvolumen von etwa sechs Milliarden Euro unterzeichnet. Dies wurde von der Regierung der Emirate zunächst nicht bestätigt.

Zuvor waren bereits Vereinbarungen über den Export französischer Nuklear-Technologie mit Libyen und Algerien unterzeichnet worden. In Abu Dhabi wurde Sarkozy vom Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Chalifa bin Said al-Nahjan, empfangen.

Erste Militärbasis in der Golfregion

Nach Angaben von Diplomaten der VAE standen außerdem die Regierungskrise im Libanon, der Nahostkonflikt, die Lage in Afghanistan sowie das iranische Nuklearprogramm auf der Tagesordnung in Abu Dhabi.

Der VAE-Präsident und Sarkozy hatten sich bereits im vergangenen Juli in Paris kennengelernt.

Auf dem Stützpunkt sollten zwischen 400 und 500 Soldaten stationiert werden, teilte die französische Delegation am Rande des Staatsbesuchs von Präsident Nicolas Sarkozy mit.

Auf Spekulationen über seine angebliche heimliche Hochzeit mit Carla Bruni ging Sarkozy nicht ein.

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(dpa/Reuters/ckn)