Abschlussbericht von CDU und FDP Atommüll widerrechtlich in Asse eingelagert

Die 126.000 Fässer mit Atommüll müssen raus aus dem Salzbergwerk Asse - zu dem Schluss kommen die niedersächsische CDU und FDP in ihrem gemeinsamen Bericht. Die Rückholung sei die einzige Möglichkeit langfristige Sicherheit zu gewährleisten.

Die niedersächsischen Landtagsfraktionen von CDU und FDP setzen sich weiter für die Rückholung des Atommülls aus dem maroden Atommülllager Asse ein. Das sei die einzige Möglichkeit, eine langfristige Sicherheit herzustellen, sagte der CDU-Abgeordnete Martin Bäumer bei der Vorstellung des gemeinsamen Abschlussberichts zum Asse-Untersuchungsausschuss.

Die 126.000 Fässer seien widerrechtlich eingelagert worden. Zum einen seien es mehr, als angegeben. Zum anderen habe es bei der Einlagerung der radioaktiven Abfälle in das frühere Salzbergwerk zahlreiche Mängel gegeben, heißt es in dem Papier.

Ein einzelner Schuldiger sei aber nicht auszumachen. Besonders das bis heute nicht gelöste Problem des Wassereintritts in die Schachtanlage sei "völlig unbeachtet geblieben", betonte Björn Försterling (FDP). Dabei habe es bereits 1912 erste Meldungen darüber gegeben. Kritisiert wird die mangelnde Neutralität ehemaliger Gutachter.

SPD und Grüne hatten in der vergangenen Woche bereits angekündigt, eigene Berichte veröffentlichen zu wollen, nachdem eine Einigung auf einen gemeinsamen Abschlussbericht gescheitert war. Der Untersuchungsausschuss war 2009 gebildet worden, um die Pannen und Versäumnisse im Atommülllager Asse aufklären. Das Gremium soll am 18. Oktober ein letztes Mal tagen, der Landtag im November die Abschlussberichte diskutieren.

Derzeit prüfen Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz, ob die Fässer aus dem Salzstock geborgen werden können. Kritiker bezweifeln das. Zuletzt hatte der Vorsitzende der Entsorgungskommission des Bundes, Michael Sailer, Zweifel angemeldet. Dagegen fordert der niedersächsische Landtag eine schnelle Räumung.