Christoph Hickmann und Nadeschda Scharfenberg

Vor und nach der Bundestagswahl äußerten sich viele Bundes- und Landespolitiker über eine mögliche große Koalition - die Meinungen änderten sich mitunter sehr schnell. Eine Zitatensammlung von

Vor der Wahl:

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) am 13. Juni: „Eine große Koalition streben wir nicht an. Sie ist auch nicht anstrebenswert.“

Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) am 20. Juli: „Ich habe gesagt, ich will keine große Koalition, und es wird sie auch nicht geben.“

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) am 8. August: „Eine große Koalition ist kein Sündenfall.“

CSU-Chef Edmund Stoiber am 11. August: „Eine große Koalition ist die zweitschlechteste Lösung. Wir müssten dann mit denen die Misere bekämpfen, die die Misere zu verantworten haben.“

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) am 8. September: „Wir haben kein Interesse an einer großen Koalition.“

CDU-Fraktionsvize Wolfgang Schäuble am 8. September: „Ich bin kein Anhänger der großen Koalition. Was sollte in einer großen Koalition besser werden?“

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am 9. September: „Es ist weiterhin wichtig, dass ich das Ruder in der Hand behalte. In dieser Situation über Koalitionen zu diskutieren, wäre jedoch ganz verkehrt.“

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am 12. September: „Eine große Koalition wäre schrecklich für das Land, weil sie jahrelangen Stillstand bedeuten würde.“

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am 15. September: „Große Koalitionen können – wie Bremen zeigt – funktionieren, aber für Berlin lehne ich sie strikt ab.“

Lesen Sie, wie sich die Politiker nach der Bundestagswahl äußerten:

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