Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich mit seinem Ultimatum an Iran in eine sehr unbequeme Lage gebracht.
Uneinige Großmächte an einem Tisch: der Sicherheitsrat berät über Iran. Foto: afp
Denn Teherans Position im Atomstreit ist längst hinreichend klar: Das Regime weigert sich, der UN-Forderung nach einem vorläufigen Stopp seines Atomprogramms nachzukommen.
Das Kalkül des Westens, die iranische Führung unter dem Druck einer einmütigen Resolution zum Einlenken zu zwingen, ist erwartungsgemäß fehlgeschlagen.
Wenn der Sicherheitsrat glaubwürdig bleiben will, kann er jetzt nicht mehr anders, als über Sanktionen zu beraten.
Allein: Der höchste Zirkel der Vereinten Nationen wird dazu nicht so schnell in der Lage sein, weil sich die Großmächte weiterhin nicht einig sind.
Während die USA auf Sanktionen dringen, bleiben Russland und China zurückhaltend. Sie waren es immer, und jetzt, nach dem iranischen Gesprächsangebot, werden sie erst recht fordern, jede Chance auf Verhandlungen mit Teheran zu nutzen.
Die Antwort des Regimes auf das Anreizpaket der Weltmächte ist offenbar in vielen Punkten zweideutig - die Gegner Irans sehen darin ein geschickt verpacktes Nein, das die Weltgemeinschaft spalten soll.
Die Freunde Irans dagegen wollen jetzt jede Möglichkeit ausloten, die sich dahinter verbergen könnte.
Das oberste Gebot der UN-Vetomächte und Deutschlands lautete bislang immer: Geschlossenheit.
Wenn sich die Europäer nun mit Sanktionsforderungen zurückhalten und weiter ihre Gesprächsbereitschaft betonen, dann tun sie dies weniger aus der Überzeugung, dass Teheran verhandeln will, sondern eher aus Rücksicht auf Russen und Chinesen.
Trotzdem stehen dem Sicherheitsrat wieder einmal harte Debatten bevor.
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