Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer von den Grünen will eine Kooperation mit der Union - unter bestimmten Bedingungen.
Wirbt für neue Optionen: Tübingens Oberbürgermeister Palmer Foto: dpa
Das schlechte Abschneiden der SPD bei der Europawahl führt bei den Grünen zu Überlegungen für ein Zusammengehen mit CDU und CSU nach der Bundestagswahl.
"Wir müssen stärker werden als die FDP, um uns für die Union zur einzigen Alternative zur großen Koalition zu machen", sagte der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) der Süddeutschen Zeitung (Dienstag-Ausgabe).
Er sei überzeugt: "Die Union wird uns dann ein Angebot machen, das wir annehmen können." Bedingungen für eine Koalition aus Sicht der Grünen müssten sein: "Festhalten am Atomausstieg, Ausbau umweltfreundlicher Energien, vorerst keine neuen Kohlekraftwerke, Schluss mit Schäubles Schnüffeleien und mehr Hilfe für Geringverdiener."
Im Gegenzug könne die Union mit einem Koalitionspartner mit "ähnlicher Orientierung in Wertefragen“ und "soliden Vorstellungen von Haushaltspolitik" rechnen. "Die Wählerschaft der Grünen wird immer bürgerlicher“, fügte Palmer hinzu. Auf ihrem jüngsten Parteitag haben die Grünen eine Jamaika-Koalition mit Union und FDP ausgeschlossen, nicht aber Schwarz-Grün. Die Europawahl hat für Union und Grüne eine rechnerische Mehrheit von 50 Prozent ergeben. CDU/CSU streben allerdings eine Koalition mit der FDP an.
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(SZ/sueddeutsche.de)


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