Die Linken streben laut ihres Vorsitzenden Lafontaine im Saarland die Bildung einer rot-roten Regierung an. Auch zu DKP-Kandidaturen auf Listen seiner Partei äußerte sich der frühere saarländische Ministerpräsident.
Linke-Chef Oskar Lafontaine will im Saarland an die Macht - mit den Sozialdemokraten. Foto: dpa
Die Linke will im Saarland mit der SPD kooperieren. "Wir erklären, dass wir von der Sache her eine Zusammenarbeit suchen", sagte Linke-Parteichef Oskar Lafontaine am Mittwoch in Berlin.
Seine Partei wolle bei der Landtagswahl 2009 im Saarland zweitstärkste Kraft werden und mit der SPD eine rot-rote Mehrheit bilden, sagte Lafontaine. "Wenn heute gewählt würde, bin ich sicher, dass eine Mehrheit da wäre."
Er hatte zuvor angekündigt, für die Linke Ministerpräsident des Saarlandes werden zu wollen. Von 1985 bis 1998 übte er als SPD-Mitglied dieses Amt aus. Seit 2007 ist er einer der beiden Vorsitzenden der Linken.
Kandidaturen von DKP-Mitgliedern auf den Listen seiner Partei bei Kommunalwahlen sind nach Ansicht Lafontaines kaum zu verhindern. "Es ist immer sinnvoll, Regeln zu erlassen, von denen man ausgeht, dass man sie auch durchgreifend durchsetzen kann", sagte Lafontaine.
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In den vielen tausend Gemeinden sei die Linke teilweise so schwach und unübersichtlich aufgestellt, dass es wenig Sinn habe, dies auf Bundesebene regulieren zu wollen. Die politische Führung unterstütze die Kandidatur von DKP-Mitgliedern zwar nicht, habe aber keinen Überblick, wer alles für die Linke bei Kommunalwahlen antrete.
Bei den Bundestags-, Landtags- und Europawahlen hingegen sollen auf den Listen der Linke in Zukunft nur noch Mitglieder der Partei und ungebundene Personen, die die Ziele der Linken vertreten, kandidieren dürfen. Auf dem Parteitag im Mai solle es einen entsprechenden Beschluss geben, sagte Lafontaine.
In Niedersachsen war im Januar eine DKP-Politikerin mit Hilfe der Linken in den Landtag gekommen. Die Linke hatte sie aus ihrer Fraktion ausgeschlossen, nachdem die Frau mit Äußerungen über die Stasi und den Bau der Mauer für politischen Wirbel gesorgt hatte.




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