Bei einem Luftschlag auf das südlibanesische Dorf Hula sind nach Angaben des libanesischen Ministerpräsidenten Dutzende Menschen getötet worden. Der Regierungschef sprach weinend von "einem entsetzlichen Blutbad".

„Der Libanon darf nicht länger ein Schlachtfeld für die Kämpfe anderer sein, wie auch immer die Rechtfertigungen lauten“, sagte Siniora vor den Außenministern, die am Morgen in die libanesische Hauptstadt Beirut gekommen waren. Der Regierungschef brach bei seiner Ansprache in Tränen aus.

Erst wenige Stunden zuvor habe Israel im Süden des Landes ein weiteres „Massaker“ angerichtet: In der Ortschaft Hula habe es „ein entsetzliches Blutbad“ mit mehr als vierzig „Märtyrern“ gegeben.

Polizeiberichte hatten kurz zuvor von „Dutzenden Toten und Verletzten“ gesprochen, nachdem israelische Kampfflugzeuge mehrere Häuser in Hula bombardiert hatten.

Die Minister spendeten Beifall

Sollte sich die Opferzahl bestätigen, wäre dies der bisher folgenschwerste Angriff in dem seit fast vier Wochen anhaltenden Libanonkonflikt.

Siniora forderte die arabischen Staaten auf, sie müssten behilflich sein, um eine „sofortige und bedingungslose Feuerpause“ zu erreichen. Die Minister spendeten dem libanesischen Regierungschef Beifall. Beraten wurde auch über ein Gipfeltreffen der arabischen Staaten, das möglicherweise noch in dieser Woche in Mekka stattfinden soll.

(AFP/dpa)