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Die US-Regierung glaubt offenbar, dass Teheran hinter dem gezielten Angriff auf einen US-Stützpunkt in Kerbala steckt. Amerikanische Medien nennen auch einen möglichen Grund dafür.

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US-Soldaten üben für ihren Einsatz im Irak Foto: AP

Wie der US-Sender CNN berichtete, verdächtigt die Regierung in Washington den Iran, hinter dem gezielten Angriff auf einen US-Stützpunkt in der irakischen Stadt Kerbela im Januar zu stecken.

Das Pentagon ermittele derzeit, ob die Angreifer, die mit ähnlichen Uniformen und Waffen wie die US-Armee ausgestattet waren, Iraner waren oder vom Iran ausgebildet wurden, wie CNN unter Berufung auf US-Regierungskreise berichtete. „Das war jenseits von dem, was (irakische) Milizionäre oder ausländische Kämpfer (im Irak) tun“, wurde ein US-Regierungsmitarbeiter zitiert.

Die falschen US-Soldaten waren am 20. Januar in Kerbela unbehelligt an den irakischen Wachen vorbei in einen Stützpunkt eingedrungen und töteten einen US-Soldaten und entführten vier weitere. Diese wurden später ebenfalls - getötet mit Kopfschüssen.

Ein mögliches Motiv für die Tat nennt die Internet-Ausgabe von Time: Vergeltung dafür, dass US-Kräfte wenige Tage zuvor in Irbill fünf Angehörige der iranischen Revolutionären Garden festgenommen haben.

Die Iraner seien noch immer im Gewahrsam der Amerikaner, berichtet Time, und: Dass die Miliz dafür bekannt sei, harte und unverhältnismäßige Rache zu nehmen.

Wenige Tage nach dem Überfall hatte US-Präsident George W. Bush, angeblich grünes Licht für die Gefangennahme und auch Tötung iranischer Agenten im Irak. Wie die Washington Post berichtete, ist dies Teil einer neuen, härteren Strategie, um den Einfluss des Irans in seinem Nachbarland Irak wie auch im gesamten Nahen Osten zurückzudrängen.

Inzwischen erklärte auch der Iran, seinen militärischen und wirtschaftlichen Einfluss im Irak verstärken zu wollen. Der Botschafter in Bagdad, Hassan Kasemi Qumi, sagte der New York Times, Teheran sei bereit, die irakischen Streitkräfte mit Ausbildern und mit Ausrüstung bei ihrem Kampf für mehr Sicherheit zu unterstützen.

(sueddeutsche.de/AFP)