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Das Wort ist in aller Munde, doch die wenigsten Menschen haben eine konkrete Vorstellung von ihm. Bunte Computersimulationen in den Wissenschaftsprogrammen prägen die Vorstellung vom Gen, der kleinsten Einheit der Erbinformation.

Annähernd 30.000 liegen beim Menschen im Kern jeder Zelle, verteilt auf 46 Päckchen, den Chromosomen. Eingebettet in reichliches Verpackungsmaterial enthält jedes Chromosom ein mehrere Zentimeter langes, aber nur zwei Millionstel Millimeter dünnes Molekül aus der chemischen Substanz Desoxiribonukleinsäure (DNS). Deren vier verschiedene Bausteine verbinden sich in Zweierpärchen zu einer gewundenen „Strickleiter“.

Als Gene bezeichnen Wissenschaftler aber nur jene Abschnitte der DNS, die Informationen zur Herstellung von Eiweißen und anderen Zellbestandteilen enthalten. Diese Informationen sind bei allen Lebewesen in der gleichen „Sprache“ codiert, so dass menschliche Zellen von jeher auch die in der Nahrung enthaltenen Gene von Pflanzen und Tieren lesen und übernehmen könnten.

Vieles deutet darauf hin, dass „Fressen und Gefressenwerden“ im Lauf der Evolution auch zum Austausch von Genen zwischen den verschiedensten Organismen geführt hat. Die gezielte Neukombination von Genen über die Artengrenzen hinweg ist allerdings eine menschliche Erfindung der 70er Jahre. Sie bildet heute die Basis für die Gentechnik.

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