Abkehr vom harten Kurs: Irans Präsident Ahmadinedschad würde die Zwei-Staaten-Lösung unterstützen, wenn sich die Palästinenser mit Israel einigen.

Mahmud Ahmadinedschad, dpaGrossbild

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei der umstrittenen Antirassismus-Konferenz in Genf. (Foto: dpa)

Iran könnte eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahostkonfikt akzeptieren. Dies sagte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad dem US-Fernsehsender ABC in einem Interview, wie der Sender am Sonntag auf seiner Internetseite berichtete. Teheran würde eine solche Lösung für den Nahen Osten unterstützen, wenn die Palästinenser für ein Friedensabkommen mit Israel stimmen würden.

Ahmadinedschad hatte in seiner Rede vor der Anti-Rassismus-Konferenz der Vereinten Nationen am vergangenen Montag in Genf Israel mit Blick auf die Palästinenser als barbarisches und rassistisches Regime bezeichnet.

Ahmadinedschad sagte auf die Frage, ob Iran es unterstützen werde, falls die Palästinenser ein Abkommen mit Israel unterzeichnen würden: "Welche Entscheidung sie auch immer treffen, ist für uns in Ordnung. Wir werden nichts bestimmen. Welche Entscheidung sie auch immer treffen, wir werden das unterstützen. Wir denken, das ist das Recht des palästinensischen Volkes, aber wir erwarten vollauf von anderen Staaten, dies auch zu tun."

Ob Teheran im Fall einer Zwei-Staaten-Lösung auch Israel anerkennen werde, ließ er offen. Irans Staatschef verteidigte in dem Interview seine Angriffe auf Israel während der Anti-Rassismus-Konferenz in Genf. "Ich bin der Meinung, das zionistische Regime ist die Manifestation des Rassismus."

Ahmadinedschad kritisierte das Fernbleiben der USA von der Konferenz und warf Präsident Barack Obama vor, die "Massaker an den Bewohnern des Gaza-Streifens" unterstützt zu haben.

Ahmadinedschad stellt Bedingungen

Ahmadinedschad verneinte die Frage, ob sein Land zu bedingungslosen Verhandlungen mit den USA bereit sei. Für Gespräche müsse ein klarer Rahmen vorliegen, sagte er. "Die Agenda sollte eindeutig sein." Im Atomstreit werde sein Land schon bald ein neues Angebotspaket vorliegen, sagte Ahmadinedschad. "Wir sind immer bereit zum Gespräch."

US-Außenministerin Hillary Clinton hatte vergangene Woche vor Abgeordneten harte Strafmaßnahmen gegen den Iran angekündigt, sollten die Gesprächsangebote der USA unbeantwortet bleiben.

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Leserkommentare (67)



28.04.2009 13:56:46

querschlaeger: Barbara 23 : Empörung auf Teufel komm' raus

Zitat Barbar23 : " Wie immer werden die eroberten Gebiete für die Palästinenser wie bei den zahlreichen jüdischen Feiertagen hermetisch abgeriegelt. Wie immer lautet die Begründung "Furcht vor Anschlägen" "

Ja ,und ? Schon mal was gehört von palästinensichen Selbstmord- und anderen Anschlägen gegen israelische Zivilisten,die von den besetzten Gebieten ausgingen ,mit Vorliebe an israelischen Feiertagen bei denen es wie beim morgigen Unabhängigkeitstag Massenveranstaltungen im Freien gibt? Würde mich bei Ihnen nicht einmal wundern.

Nebenbei,was sollen die Palästinenser am israelischen Unabhängigkeitsfeiertag denn dort israel vorhaben können? Gearbeitet wird nicht am Feiertag,die Geschäfte sind geschlossen. Dann wollen sie also sicherlich die Unabhängigkeit mit den israels mitfeiern !

Daß man ihnen das nun verwehrt ist schon sehr schlimm.Damit habe ich diesmal volles Verständnis für ihre erneut gefundene Empörung .


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