Parteien sollen mehr Geld aus Steuermitteln bekommen

    Große Koalition

    19.08.2007, 8:07

    Parteien sollen ab dem kommenden Jahr erheblich mehr Geld aus Steuermitteln bekommen. Einem Zeitungsbericht zufolge wollen Union und SPD die Parteienfinanzierung um 15 Prozent ausweiten und die staatlichen Zuschüsse damit um 20 Millionen anheben.

    Die Große Koalition will einem Zeitungsbericht zufolge durchsetzen, dass die Parteien ab dem kommenden Jahr erheblich mehr Geld aus Steuermitteln erhalten. Wie die Bild am Sonntag unter Berufung auf ein internes Papier der Bundestagsfraktionen von Union und SPD berichtet, sollen die staatlichen Zuschüsse um 20 Millionen Euro von derzeit 133 Millionen Euro auf 153 Millionen Euro pro Jahr angehoben werden, was einer Steigerung um 15 Prozent entspricht.

    Nach bisheriger Praxis stünde den Parteien lediglich eine Erhöhung um 7,8 Millionen Euro oder 5,9 Prozent zu, berichtete das Blatt weiter. Üblich sei eine Steigerung der staatlichen Zuwendungen nach einem sogenannten Parteien-Index des Statistischen Bundesamtes.

    Dieser Index soll sicherstellen, dass die Parteienfinanzierung an die allgemeine Preisentwicklung angepasst wird. Die vorerst letzte Erhöhung gab es demnach 2002. Die Vorgaben des Statistischen Bundesamts wolle die Große Koalition nun aber ignorieren, heißt es in dem Bericht. Hintergrund seien finanzielle Einbußen der Parteien durch den Verlust von zehntausenden Mitgliedern.

    (AFP)

    ANZEIGE

    mehr ...


    Themen

    Weitere Artikel in Politik

    Leserkommentare (103)



    21.08.2007 00:47:10

    forest_gump:

    Diesen Kommentar können wir leider nicht veröffentlichen. Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB.





    vorherige Kommentare neuere Kommentare 1 | 2 | 3 | 4 | ... | 21 ältere Kommentare nächste Kommentare

    Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage.


    "Ich kann nur kurze Sätze": Franz Müntefering verlässt die Politik - zum Abschied haben wir seine besten Sprüche gesammelt.
    Das Magazin "Forbes" hat die mächtigsten Personen der Welt aufgelistet. Gut platziert: Ein Drogenboss und ein Terrorist.
    Was der Präsident sagt, ist mir egal - in Silvio Berlusconis Vita mangelt es nicht an Entgleisungen wie dieser. Ein Worst-of in Bildern.
    George W. Bush massiert Angela Merkel, Paul Wolfowitz trägt löchrige Socken und Sarah Palin weiß wenig von der Welt: Ein Vote in Bildern.

    ANZEIGE

    Anzeige: Die Seite 3 - Reportagen aus fünf Jahrzehnten
    Bilder aus der Politik
    Kritikern nannten ihn einen linken Scharfmacher, doch Oskar Lafontaine hatte noch viel vor. Nun bremst ihn ein Krebsleiden.
    Der US-Präsident auf Asien-Reise: Wie Obama um die Gunst der Chinesen wirbt.
    Van Rompuy und Ashton treffen auf breite Zustimmung. Das neue Führungsduo der EU geht mit vielen Vorschusslorbeeren an die Arbeit.
    Nach der dramatischen Wahlniederlage stellt sich die SPD neu auf: Wer neben dem Parteichef Sigmar Gabriel künftig das Sagen hat.
    Süddeutsche Zeitung Photo
    Armutsflüchtlinge aus Afrika
    Die EU erlebt seit Jahren an ihren südlichen Grenzen einen gewaltigen Ansturm von Flüchtlingen aus Afrika. Zu tausenden und unter Einsatz ihres Lebens stürmen sie die Wohlstandsgrenze, getrieben von der vagen Hoffnung auf ein besseres Auskommen. Viele sterben auf dieser Reise und wer ans Ziel kommt, ist dort nicht willkommen. mehr...
    Politik transparent gemacht
    Über abgeordnetenwatch.de können Sie Ihre Bundestags-Abgeordneten vor Ort online befragen. Einfach Ihre Postleitzahl eingeben und los geht's! Suchen Sie nach bestimmten Themen oder Abstimmungen? Dann geben Sie einfach ein Schlagwort ein.

    Postleitzahl oder Schlagwort:

    Link auf abgeordnetenwatch.de