Ronald Pofalla, Dirk Niebel und Peter Ramsauer wechseln ins Kabinett - und wer übernimmt? Bei Union und FDP sind jede Menge Jobs vakant.
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Wer wird was? Diese Frage stellen sich derzeit viele Politiker in Union und FDP. In den hinteren Reihen sind derzeit etliche Jobs vakant. Foto: AP
Die neuen Bundesminister im Kabinett von Angela Merkel stehen fest - etliche von ihnen jedoch hinterlassen Lücken in den zweiten Reihen. Jede Menge Jobs sind nun also neu zu besetzen.
Etwa der Arbeitsplatz von Peter Ramsauer. Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag rückt an den Kabinettstisch auf und wird Nachfolger des blassen SPD-Verkehrsministers Wolfgang Tiefensee. An Ramsauers Stelle soll Hans-Peter Friedrich treten. Der Bundestagsabgeordnete wurde von CSU-Chef Horst Seehofer für das Amt vorgeschlagen. Hans-Peter Friedrich sitzt seit 1998 im Bundestag. Der Jurist aus Oberfranken war von 1993 bis 1998 persönlicher Referent des damaligen CSU-Landesgruppenchefs Michael Glos.
Als Parlamentarische Staatssekretäre sind Gerd Müller im Agrarministerium und Christian Schmidt bei Verteidigung weiter gesetzt. Neu hinzu kommen Hartmut Koschyk für das Finanzressort und Andreas Scheuer als Parlamentarischer Verkehrsstaatssekretär.
Auch bei der FDP sind Stellen neu zu besetzen. Da Parteichef Guido Westerwelle als Außenminister und Vizekanzler genügend Arbeit hat, wird er sein Amt als Fraktionschef der Liberalen im Bundestag aufgeben. Seinen Job übernimmt Birgit Homburger aus Baden-Württemberg. Die 45-Jährige ist Verteidigungsexpertin, gilt in ihrer Partei jedoch als Allround-Talent.
Hintze wird Staatsminister
Als neue Staatsminister will Westerwelle den Europa-Experten Werner Hoyer sowie die ehemalige FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper ins Auswärtige Amt mitnehmen. Hoyer, der bereits in den 1990er Jahren als Staatsminister im Außenministerium tätig war, soll für Europapolitik zuständig sein. Pieper soll sich um kulturelle Angelegenheiten kümmern.
Aufsteigen darf bei den Liberalen offenbar auch Daniel Bahr. Der 32-Jährige Gesundheitsexperte soll als Zeichen der Verjüngung neuer Generalsekretär werden. Bahr würde damit an die Stelle von Dirk Niebel treten, der neuer Entwicklungshilfeminister wird. Bahr solle das Amt zunächst kommissarisch übernehmen, bis nächstes Jahr ein neuer Generalsekretär gewählt werde.
Für den bisherigen CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla, der Kanzleramtsminister wird, ist Hermann Gröhe vorgesehen, bisher als Staatsminister im Kanzleramt tätig. Sein Nachfolger soll Peter Hintze werden, ein Vertrauter von Angela Merkel.
(sueddeutsche.de/dpa/AP/AFP/tob)
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