Mehr als eine Billion Dollar für Waffen

    Rüstungsausgaben auf Rekordniveau

    22.05.2007, 16:01

    Die Welt wird immer brutaler. Laut einer neuen Studie haben die Regierungen 2005 mehr denn je Waffen in investiert. Ein Grund für das Wachstum ist der Irakkrieg und die Ausgaben der USA - doch auch andere Länder rüsten kräftig auf.

    Einen alarmierenden Trend zur globalen Aufrüstung hat das Internationale Konversionszentrum Bonn (BICC) ausgemacht. Die weltweiten Rüstungsausgaben hätten im Jahr 2005 erstmals über der Grenze von einer Billion US-Dollar gelegen, erklärte die Organisation bei der Vorstellung ihres Jahresberichts. Insgesamt betrugen die Ausgaben demnach 1030 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht etwa 2,5 Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes.

    Die fortschreitende Militarisierung zeige sich auch in einer raschen Zunahme von kriegerischen Auseinandersetzungen. Zwischen 2005 und 2006 sei die Zahl der Konflikte, bei denen zumindest sporadisch physische Gewalt angewendet wurde, von 91 auf 111 gestiegen.

    USA vor China und Russland an der Spitze

    Von 2001 bis 2005 seien die globalen Militärausgaben um 25 Prozent gewachsen, erklärte das BICC. Auch pro Kopf stiegen die Ausgaben demnach von 135 US-Dollar im Jahr 2001 auf 173 Dollar im Jahr 2005.

    Marines, AFP

    US-Marines im Irak: Die Amerikaner gaben 2005 478 Milliarden Dollar für ihr Militär aus (Foto: AFP)

    BICC-Direktor Peter Croll sagte, die höheren Verteidigungsausgaben seien in erster Linie auf den wegen des Irakkriegs gewachsenen amerikanischen Verteidigungshaushalt zurückzuführen, aber auch auf Russland, Indien und China.

    Die Rüstungsausgaben der USA machten der Organisation zufolge 2005 mit 478 Milliarden US-Dollar 46 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben aus. Die chinesischen Militärausgaben lagen demnach bei geschätzten 41 Milliarden Dollar.

    Russland investierte schätzungsweise 21 Milliarden Dollar, Indien 20,4 Milliarden. Die Personalstärke bei Militär und paramilitärischen Einheiten wuchs nach den Informationen des BICC weltweit von 26,8 Millionen im Jahr 2004 auf 31 Millionen im Jahr 2005.

    Kritik an US-Strategie

    Im Irak, in Afghanistan und Iran folge die US-Regierung einem "überholten strategischen Denken“, stellten die BICC-Experten in ihrem Jahresbericht fest. Unübersehbar sei der Widerspruch zwischen den globalen Führungsansprüchen der US-Regierung und ihrem Scheitern bei der Lösung von Konflikten.

    Das BICC (Bonn International Center for Conversion) ist ein mit internationalen Rüstungs- und Sicherheitsexperten besetztes unabhängiges Forschungs- und Beratungsinstitut. Die gemeinnützige Organisation bemüht sich nach eigenem Bekunden um Frieden und Entwicklung. Es will militärspezifische Prozesse, Aktivitäten, Liegenschaften und Strukturen wirksam umwandeln.

    Gegründet wurde das BICC 1994 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen. Gesellschafter sind die Länder Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, die NRW-Bank sowie die Landesentwicklungsgesellschaft NRW. Es arbeitet auch für internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, die Nato und die OECD.

    (dpa/AP)

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    Leserkommentare (10)



    24.05.2007 12:04:07

    MPG MPG: USA

    24.5.07

    IN DEN LETZTEN 45 JAHREN HABEN DIE USA FAST ALLES GELD IN RüSTUNG GESTECKT, FLUGZEUGE, DROHNEN UND ALLE ARTEN MILITäRISCHER BEWAFFNUNG.

    IM EIGENEN LAND ABER GIBT ES MEHR HUNGER UND SEHR VIEL MEHR ELEND ALS GEMIENHIN BEKANNT -ANSTATT DER BEVöLKERUNG EINE KRANKENVERSICHERUNG ETC ZU GEBEN GIBT ES Z.B. EINE TODESPRITZE AUF STAATSKOSTEN. ES GIBT MEHR KNAST INSASSEN ALS IRGENDWO SONST, UND MAN IST NICHT MAN ALS EUROPäER SICHER HEIL NACH HAUSE ZU KOMMEN. S. FALL RIECHMANN U FALL SöREN. BEIDE LEBENSLäNGLICH UND S WAHRSCH. UNSCHULDIG DORT SEIT MEHR ALS 20 JAHREN.

    DAS MUSS MAN SICH ERST EINMAL VORSTELLEN. DORT HINFAHREN WERDE ICH SICHER NICHT, ES IST EINFACH EIN S RISKANTER ORT DEN MAN BESSER VON AUSSEN BETRACHTET. SOMIT BLEIBEN KANADA, AUSTRALIEN ETC. REICHT DOCH.

    STEFAN REISS.


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