US-Militär erwägt Ausbildung von Todesschwadronen
Irak
10.01.2005, 16:14
Das Pentagon prüfe die so genannte „Salvador-Option“, berichtet die Zeitschrift auf ihrer Internet-Seite.
In El Salvador hatte das US-Militär Anfang der 80er Jahre unter Ronald Reagan heimlich Todesschwadronen ausgebildet, um linke Guerilla-Führer zu jagen.
Zwar starben dabei etliche Zivilisten, doch da der Aufstand niedergeschlagen wurde, betrachteten viele konservative US-Politiker die Strategie als einen Erfolg.
Nach Angaben der Zeitung zeigt allein die Tatsache, dass diese Möglichkeit diskutiert wird, wie besorgt US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist.
„Wie können nicht weitermachen wie bisher“, zitiert Newsweek einen Offizier. „Wir müssen gegen diese Aufständischen in die Offensive gehen. Im Moment sind wir in der Defensive. Und wir verlieren.“
Überlegt werde, amerikanischer Eliteeinheite in den Irak zu senden, um kurdische Peshmerga-Kämpfer für solche Einsätze im Irak auszubilden. Sie sollen demnach sunnitische Kämpfer und deren Sympathisanten aufspüren und entweder töten oder festnehmen, berichtete Newsweek. Im Gespräch seien auch Einsätze im Nachbarland Syrien.
Noch ist unklar, ob das Verteidigungsministerium oder die CIA für die Einsätze verantwortlich sein sollen. Auch wurde noch keine Entscheidung gefällt, ob es überhaupt zu den Operationen kommen wird.
Einer der offensten Befürworter der „Salvador“-Option jedoch soll nach Angaben der Zeitung Übergangspräsident Allawi sein.
Erst Anfang Januar war der stellvertretende US-Außenminister Richard Armitage in Syrien und hatte die Regierung in Damaskus aufgefordert, selbst entschiedener gegen Kämpfer vorzugehen, die nach Überzeugung der Amerikaner von Syrien aus Angriffe im Irak vorbereiten.
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