Medwedjew nominiert Putin als Regierungschef

    Russland

    07.05.2008, 10:39

    Kurz nach seiner Vereidigung als russischer Präsident hat Dimitrij Medwedjew seinen Vorgänger Wladimir Putin für das Amt des Ministerpräsidenten vorgeschlagen.

    Dmitrij Medwedjew; dpa

    Dmitrij Medwedjew legte vor 2000 Gästen im Großen Kremlpalast den Amtseid als künftiger russischer Präsident ab. (Foto: dpa)

    Russlands neuer Präsident Dmitrij Medwedjew hat kurz nach seinem Amtsantritt seinen Vorgänger Wladimier Putin als Regierungschef nominiert. Das teilte ein Sprecher des Kreml in Moskau mit.

    Die Duma, das Unterhaus des russischen Parlaments, soll Putin bereits am Donnerstag zum Ministerpräsidenten wählen. Da die Partei Einiges Russland, an deren Spitze Putin bei den Parlamentswahlen im vergangenen Dezember antrat, über eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Unterhaus verfügt, gilt seine Wahl als sicher.

    Dmitrij Medwedjew war zuvor im Kreml als neuer Präsident Russlands vereidigt worden. Der 42-Jährige legte im Großen Kremlpalast den Amtseid vor 2000 Gästen ab. Das Staatsfernsehen übertrug die Zeremonie live.

    Mit dem Stabwechsel im Kreml trat auch die russische Regierung automatisch zurück. Medwedjew ist der Nachfolger von Wladimir Putin, der nach zwei Amtszeiten in Folge nicht mehr kandidieren darf.

    Putin und Medwedjew wollen das Land künftig gemeinsam regieren. Dabei ist unklar, wie die Machtaufteilung zwischen dem Kreml und dem Weißen Haus, dem Sitz der Regierung, aussehen wird.

    Experten erwarten, dass Putin mit Duldung Medwedjews bis auf weiteres die Geschicke des Riesenreichs lenkt. Medwedew betonte bereits mehrfach, dass er die Politik des bisherigen Präsidenten fortsetzen werde.

    Den bisherigen Kremlchef und seinen gewählten Wunschnachfolger verbindet eine mehr als zehnjährige gemeinsame Karriere. Sie kennen sich bereits seit ihrer gemeinsamen Zeit in St. Petersburg. Medwedjew hatte sich im Wahlkampf als liberaler Politiker präsentiert. Er gewann die Wahl am 2. März mit 70,28 Prozent der Stimmen.

    (AFP/dpa/AP/cag)

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    Leserkommentare (2)



    07.05.2008 18:18:51

    kilpikonna:

    könnte es nicht besser sagen...


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